Durchatmen mit Beton

(djd). Sparsame Kraftfahrzeuge mit geringem CO2-Ausstoß, hocheffiziente Heizsysteme, die Förderung erneuerbarer Energien und die Verbesserung der Gebäudedämmung: Für den Schutz des Klimas und der Umwelt wird heute eine Vielzahl von Anstrengungen unternommen. Luftschadstoffe aus Verbrennungsvorgängen aller Art gänzlich zu vermeiden, dies gelingt auf absehbare Zeit dennoch nicht. Doch auch Schadstoffe, die bereits in die Umwelt gelangt sind, lassen sich bekämpfen. Möglich macht dies etwa der neue „Umwelt-Zement“ TioCem. Beton, der mit diesem Spezialzement von HeidelbergCement hergestellt wird, hat die besondere Eigenschaft, dass er unter der Einwirkung von Sonnenlicht Schadstoffe aus der Luft in neutrale und ungefährliche Substanzen umwandelt.

Katalysator-Wirkung für eine bessere Luft

Das Geheimnis des Spezialbetons mit photokatalytischer Wirkung ist die Beimischung von Titandioxid-Partikeln (mehr dazu: http://www.heidelbergcement.de/tiocem). Diese beeinflussen weder das Aussehen noch die statischen Eigenschaften des Betons. Unter Einfluss von UV-Strahlung zersetzen sich Stickoxide in Nitratsalze, die sich absetzen und mit dem nächsten Regen einfach abgewaschen werden. Stickoxide (NOx) entstehen bei jedem Verbrennungsvorgang und sind an der Entstehung von Sommersmog beteiligt, der die Atmung beeinträchtigen und bei empfindlichen Menschen zu erheblichen Gesundheitsproblemen führen kann. Ein Großteil der Stickoxide kann so aus der Luft entfernt werden. Die Wirkung des Photokatalysators bleibt dauerhaft erhalten, da er sich nicht abnutzt und nach jedem Zyklus regeneriert.

Labortests zeigen hohe Wirksamkeit

In Labortests beim HeidelbergCement Technology Center (HTC) wurde an Probekörpern mit dem eingebauten Beton eine NOx-Abbaurate von 43 Prozent gemessen. Beim Einsatz auf dem stark mit Luftschadstoffen belasteten Platz am bekannten Kultur- und Ausstellungszentrum Dortmunder-U kann der photokatalytisch aktive Beton heute schon seine positiven Umwelteigenschaften beweisen. Die sehr gute Wirkung lässt bei der anstehenden Messung im Oktober 2012 auf eine hohe Luftschadstoffreduzierung hoffen.

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