Dt. Schmerzgesellschaft aktualisiert S3-Leitlinie „Langzeitanwendung von Opioiden bei nicht tumorbedingten Schmerzen“

Bis zum 12.01.2020 sind Fachkreise und Interessierte eingeladen, ihre Kommentare an die Autoren der Leitlinie zurückzumelden. Die Kommentare und die Antworten der Leitliniengruppe werden im Methodenreport der Leitlinie veröffentlicht.

Die neue LONTS-Leitlinie soll helfen, den möglichen Nutzen und die Risiken der Langzeitanwendung opioidhaltiger Medikamente bei chronischen nicht tumorbedingten Schmerzen wie chronischen Rücken- oder Nervenschmerzen nach aktuellem Wissensstand zu bewerten. Die Leitlinie „LONTS“ unterscheidet dabei eine zeitlich befristete (Dauer ein bis drei Monate) von einer Langzeitanwendung (länger als drei Monate) von Medikamenten mit morphinartiger Wirkung.

Medizinische Leitlinien sind dem Stand der Wissenschaft entsprechende klinische Empfehlungen. Sie sollen Ärzten und Patienten bei der Entscheidung über Diagnostik und Therapie unterstützen. Abweichungen von diesen Empfehlungen sind in begründeten Einzelfällen möglich. Leitlinien werden in drei Stufen unterteilt; die S3-Leitlinie „LONTS“ entspricht der höchsten Stufe wissenschaftlicher Übereinstimmung basierend auf einer Synthese der besten verfügbaren Studien, dem Wissen von Experten und den Erfahrungen von Patienten.

Die Leitlinie wurde erstmals 2009 veröffentlicht und wurde aktuell zum zweiten Mal aktualisiert. Bis zur abschließenden Fertigstellung der zweiten, aktualisierten Version bleibt die aktuelle Version der Leitlinie https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/145-003.html gültig.
Kommentare im Rahmen der öffentlichen Konsultierung der Leitlinie senden Sie bitte an die E-Mail-Adresse: lonts@schmerzgesellschaft.de

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Ansprechpartner für die Fachöffentlichkeit:
Prof. Dr. Winfried Häuser, Sprecher der Steuergruppe Zweite Aktualisierung der S3-LONTS- Leitlinie, E-Mail: whaeuser@klinikum-saarbrucken.de

Prof. Dr. Frank Petzke, Leitlinienbeauftragter der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V., E-Mail: frank.petzke@med.uni-goettingen.de

Ansprechpartner für die Presse:
Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.
Deutsche Schmerzgesellschaft e.V., Bundesgeschäftsstelle, Alt-Moabit 101 b, 10559 Berlin Telefon: 030-39409689-0, Funktel.: 0171-7831155, Fax: 030-39409689-9, isenberg@schmerzgesellschaft.de sowie http://www.schmerzgesellschaft.de

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