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Die zweite Auflage des Übersichtsbandes „Regenerative Medicine – from protocol to patient“ mit aktuellen Forschungsergebnissen und fünf neuen klinischen Kapiteln ist gerade erschienen. „Es war eine wegweisende Entscheidung, die Erkenntnisse international führender Wissenschaftler zusammenzutragen und damit erstmals einem großen Publikum von Ärzten, Forschern und Studierenden zugängig zu machen“, erklärt Herausgeber Professor Gustav Steinhoff, Herzchirurg mit Forschungsschwerpunkt Regenerative Medizin an der Universitätsmedizin Rostock. „Das gestiegene Interesse und die schnelle Entwicklung in diesem Forschungsgebiet haben zu der Neuauflage geführt, in der jetzt noch mehr Bereiche, wie zum Beispiel die Regeneration von Tränendrüsen, beschrieben werden.“

Auf über 1.200 Seiten gibt das Werk einen umfassenden Einblick in die Regenerative Medizin, die rasche Fortschritte bei der Entwicklung von neuen Therapien auf Basis von Stammzellen und neuen Heilungs-Wirkstoffen aufweist. Das Lehrbuch bietet nicht nur Beiträge zum aktuellen Forschungsstand, zu klinischer Entwicklung und ersten therapeutischen Ansätzen zur Heilung verschiedenster Krankheiten. Es beschreibt auch den ganzen Translationsprozess vom Labor bis zur Anwendung am Patienten, berücksichtigt industrielle Sichtweisen und widmet der laufenden Ethikdiskussion ein eigenes Kapitel.

Der Band leistet damit einen wichtigen Beitrag, um die Regenerative Medizin – hier mit einem besonderen Augenmerk auf der Stammzellforschung – voranzubringen. Er fördert den gegenseitigen Austausch zwischen Wissenschaftlern: Mehr als 130 Spezialisten aus vier Kontinenten stellen ihr Wissen zur Verfügung und zur Diskussion, darunter auch der japanische Wissenschaftler Shinja Yamanaka, der 2012 für seine Stammzellforschung den Nobelpreis für Medizin erhielt.

Das Buch fasst kurz die Geschichte der Regenerativen Medizin zusammen und vermittelt einen Einblick in die Biologie der Geweberegeneration und die Stammzelltechnologie. Sein Verdienst liegt darin, neben theoretischen Beiträgen auch praktische Therapieansätze zu beschreiben und dadurch das weite Feld der Regenerativen Medizin zu beschreiben. Dazu gehören Erkrankungen des Blutes, des Zentralen Nervensystems (z. B. Alzheimer und Multiple Sklerose), Augenhornhaut, der Zähne, Taubheit, Erkrankungen der Luftröhre, der Lunge, Durchblutungsstörungen, Erkrankungen von Herz, Leber und Niere, von Haut, Knochen, Therapien mit künstlichem Knorpel und Sehnengewebe.

Die Regenerative Medizin ist ein Forschungsschwerpunkt der Universitätsmedizin Rostock.

Kontakt:
Universitätsmedizin Rostock
Prof. Dr. med. habil. Gustav Steinhoff
Direktor der Klinik und Poliklinik für Herzchirurgie, Universitätsmedizin Rostock
Fon: +49 (0)381 494-6101
Mail: gustav.steinhoff@med.uni-rostock.de

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