Dresdner Uniklinikum informiert am 23. Juni: Fehlende Zähne lassen den Kieferknochen schwinden

Zahnverlust hat nicht nur ästhetische Folgen: Auch der die Zähne stützende Unterkiefer leidet darunter, dass beim Kauen der Druck vor allem der Zahnwurzel fehlt. „Innerhalb von zehn Jahren kann ein Kieferknochen durchaus fünf Millimeter von seiner Höhe verlieren“, sagt Prof. Günter Lauer, Direktor der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Davor schützt auch ein einfacher, auf Zähnen oder Schleimhaut aufgesetzter Zahnersatz nicht. Deshalb empfehlen die Implantologen, nach dem Verlust eines Zahns zeitnah über ein Implantat nachzudenken. Wer in früheren Jahren den Aufwand dafür gescheut hat und bei wem sich deshalb der Kieferknochen bereits deutlich zurückgebildet hat, kann trotzdem hoffen: „Dank besonders schmaler oder kurzer Implantate können wir heute vielen Patienten helfen, die früher nicht mit dieser Form des Zahnersatzes versorgt werden konnten“, sagt Prof. Michael Walter, Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik. Neben den besonderen Größen der Implantate gibt es auch die Möglichkeit, den zurückgebildeten Kieferkochen wieder aufzubauen. Dies ist durch den Einsatz patienteneigener
Knochensubstanz, mit speziellen Materialien sowie durch das Strecken des Knochens möglich.

Ein Implantat sorgt nicht nur für ein vollständiges und dauerhaft festsitzendes Gebiss, sondern fördert die Stabilität des Kieferknochens: „Dadurch, dass der Kiefer auch an dieser Stelle wieder belastet wird, setzen dort Umbauprozesse ein, der Knochenabbau wird gestoppt“, sagt Prof. Lauer. Auch wenn die optimale Versorgung bei Zahnverlust darin besteht, jeden einzelnen Zahn als Implantat zu ersetzen, gibt es auch weniger aufwändige Möglichkeiten der Versorgung, über die beispielsweise Prof. Walter auf dem Informationstag berichtet: „Auch bei mehreren oder größeren Lücken sowie beim zahnlosen Kiefer gibt es verschiedene Formen des implantatgestützten Zahnersatzes. Er bietet in den meisten Fällen die Möglichkeit einer funktionell und ästhetisch hochwertigen Versorgung.“ Viele Menschen sind unsicher, was auf sie zukommt, wenn Sie sich für ein Implantat entscheiden. Darauf geht Prof. Lauer bei dem Informationstag in seinem Vortrag „ist die Zahnimplantation schlimmer als Zahnziehen?“ ein. Der Klinikdirektor erläutert dabei auch den Aufwand und die Risiken eines Implantats und stellt die Voraussetzungen und die verschiedenen Methoden beim Einsetzen von künstlichen Zahnwurzeln vor: „In vielen Fällen übersteigt die Belastung des Patienten nicht die, die beim Entfernen eines Zahnes auftritt“, erklärt Prof. Lauer.

Veranstaltungsort
UniversitätsZahnMedizin, Fiedlerstraße 23, 013097 Dresden (Haus 28)
Vorträge: Hörsaal der UniversitätsZahnMedizin, (Erdgeschoss)
Individuelle Beratung: Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik, (2. Etage, Räume 303, 314, 304)

Programm
10.00 bis 10.10 Uhr: Begrüßung durch Prof. Michael Walter und Prof. Günter Lauer
10.10 bis 10.30 Uhr: Vortrag Prof. Michael Walter: „Zahnimplantate: Mehr Lebensqualität mit den Dritten Zähnen“
10.30 bis 10.50 Uhr: Vortrag Prof. Günter Lauer: „Ist die Zahnimplantation schlimmer als Zahnziehen?“
10.50 bis 11.00 Uhr: Fragen an die Referenten
11.15 bis 15.00 Uhr: Möglichkeit zur Besichtigung der UniversitätsZahnMedizin mit Gelegenheit zur individuellen Beratung. Während der Besichtigung wird die computergestützte Planung von Implantationen live demonstriert. Verschiedene Implantate und Zahnersatzformen auf Modellen stehen „zum Anfassen“ bereit. Die Führung findet je nach Bedarf in verschiedenen Durchgängen statt. Die individuelle Beratung ist parallel dazu ab 11.15 Uhr möglich.

Kontakte
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Klinik für Mund-, Gesichts- und Kieferchirurgie
Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Günter Lauer
Tel. 0351/ 4 58 33 82
E-Mail: mkg-chirurgie@uniklinikum-dresden.de

Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik
Prof. Dr. med. dent. Michael Walter
Tel. 0351/ 4 58 27 06
E-Mail: zahnprothetik@uniklinikum-dresden.de

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