Dresdner Uniklinikum baut Netzersatzanlage zur optimalen Stromversorgung aus

Die neuen Aggregate versorgen bei einem Stromausfall sensible Bereiche des Klinikums wie etwa die Operationssäle mit Strom. Finanziert wurden die Erweiterung des Gebäudes und die Installation der neuen Notstromaggregate durch den Freistaat Sachsen. Durch ein Netz von insgesamt 16 Notstromaggregaten ist das Klinikum in der Lage, bei einem kompletten Stromausfall jederzeit die medizinische Maximalversorgung zu garantieren.

„Mit unserem Netzwerk an Notstromaggregaten können wir unsere Patienten auch bei einem Stromausfall auf höchstem Niveau versorgen. Mit dem jetzt eingeweihten Haus 49 gewinnen wir zusätzliche Flexibilität, weil das Gebäude nicht nur zwei hochmoderne Notstromaggregate beherbergt, sondern noch Platz für ein drittes bietet: Mit der Fertigstellung des neuen OP-Zentrums soll das dritte Aggregat installiert werden, um die künftig darin untergebrachen Bereiche energieseitig abzusichern“, sagt Wilfried Winzer, Kaufmännischer Vorstand des Universitätsklinikums. Dies werden vor allem die neue Chirurgische Notaufnahme, insgesamt 17 OP-Sälen, Intensivstationen und weitere Einrichtungen sein.

Zur Inbetriebnahme der Netzersatzanlage erklärt Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Exzellente Krankenversorgung, Forschung und Lehre verlangt auch nach ausreichender Infrastruktur. Der Freistaat investierte hier 1,8 Millionen Euro in die Zukunftssicherung des Universitätsklinikums Dresden, in eine zwar weniger spektakuläre aber trotzdem unverzichtbare technische Anlage.“

Die gesamte Netzersatzanlage des Uniklinikums besteht aus 16 Notstromaggregaten, die über das komplette Klinikumsgelände verteilt sind. Im Ernstfall übernehmen diese Anlagen innerhalb von 15 Sekunden jeweils die Energieversorgung bestimmter Gebäude. In hochsensiblen Bereichen wie den Operationssälen und den Intensivstationen sorgen zusätzlich Notfall-Akkus dafür, dass innerhalb von einer halben Sekunde genügend Strom vorhanden ist, um den Betrieb sicherzustellen. Die neuen Notstromaggregate in Haus 49 unterstützen zum Beispiel das Chirurgische Zentrum (Häuser 58/59), die Gebäude der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (Häuser 3 und 5), die Klinik für Nuklearmedizin (Haus 7), die Klinik für Orthopädie (Haus 29) sowie weitere kleinere Gebäude.

Die jetzt offiziell in Betrieb genommenen Aggregate in Haus 49 sorgen jeweils für rund 1.000 Kilovoltampere und verbrauchen dafür pro Stunde 250 Liter Diesel. Insgesamt hält das Klinikum für alle 16 Notstromaggregate 100.000 Liter Diesel vor. Damit lässt sich die Stromversorgung für 36 Stunden ohne zusätzliche Treibstofflieferungen sicherstellen. Das sind zwölf Stunden mehr als der Gesetzgeber fordert. Die Gesamtleistung aller Notstromaggregate beträgt 9.000 Kilovoltampere. Um die Versorgungssicherheit am Uniklinikum zu gewährleisten, werden die einzelnen Aggregate der vollautomatisch arbeitenden Netzersatzanlage monatlichen Funktionstests unterzogen und halbjährlich unter realen Bedingungen getestet.

Kontakt
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Bereich Bau und Technik
Leitung: Steffen Kluge
Tel. 0351/ 4 58 37 40
E-Mail: steffen.kluge@uniklinikum-dresden.de

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