Dresdner Nachwuchs-Krebsforscherin mit Behnken-Berger-Preis ausgezeichnet

Beworben hatte sich Dr. Gurtner mit einer Publikation zur Biomarker basierten Vorhersage der Effektivität einer Kombination der Strahlentherapie mit verschiedenen Substanzen, die den Rezeptor eines Wachstumsfaktors, den „Epidermal growth factor receptors“, hemmen. Die Arbeit wurde in einer weltweit führenden Fachzeitschrift für Strahlentherapie veröffentlicht (Radiother Oncol 99, 323-30, 2011). Die von ihr erarbeiteten Daten sind von erheblicher Bedeutung für die weitere Entwicklung des Einsatzes von Kombinationstherapien aus Bestrahlung und Systemtherapie mit anti-EGFR-Antikörpern bei Patienten. „Nur wenn es zukünftig gelingt, Biomarker für die Wirksamkeit der Therapie in die Klinik einzuführen, kann das volle Potenzial dieser Behandlung ausgeschöpft werden“ kommentiert die junge Forscherin ihre Resultate.

Dr. Kristin Gurtner befindet sich derzeit im 4. Ausbildungsjahr zur Fachärztin für Strahlentherapie. Anfang des Jahr wurde sie zum „chief resident“ der Klinik ernannt, eine Anerkennung für besonders talentierte und engagierte Assistenzärzte. In dieser Funktion ist sie bereits in einer frühen Karrierephase entscheidend am Mentoring jüngerer Kollegen sowie an der Koordination der Arbeitsaufgaben der Assistenzärzte beteiligt und bereitet sich so gezielt und unter umfassender Betreuung auf spätere Leitungsaufgaben vor.

Als Teil ihrer ärztlichen Tätigkeit leitet sie weiterhin spannende Forschungsprojekte im Labor. Ihr Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Untersuchung von Kombinationstherapien aus Bestrahlung mit neuen molekular wirksamen Medikamenten, von denen großes Potential für die zukünftige Krebstherapie zu erwarten ist. Durch die Nachwuchsförderung in der Klinik mit geregelten Rotationen in die Forschung und finanzieller als auch personeller Unterstützung beim Aufbau eigener Forschungsprojekte gelingt es Dr. Gurtner, ihre klinischen und wissenschaftlichen Aufgaben mit ihren familiären Verpflichtungen als Mutter zweier Kinder zusammen mit ihrem sich ebenfalls am Beginn einer wissenschaftlichen Karriere befindlichen Ehemann zu koordinieren. „Gutes Organisationsvermögen und Zeitmanagment sind natürlich gefordert, aber im Rahmen der sehr ernst genommenen Nachwuchsunterstützung hier am Dresdner Uniklinikum schließen sich eigene Familie und eigene Karriere als forschende Klinikerin glücklicherweise nicht aus“, sagt die stolze Preisträgerin.

Kontakt
Technische Universität Dresden
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus
Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
Direktor: Prof. Dr. med. Michael Baumann
Tel.: 0351 – 458 5292
E-Mail Michael.Baumann@uniklinikum-dresden.de

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