Dresdner Kongress widmet sich den Grundlagen der Vielfalt des Lebens

Die Meiose erhöht durch die Rekombination des Erbgutes der Sexualpartner die Vielfalt der genetischen Kombinationen innerhalb der Population und damit die Anpassungsfähigkeit. Die neuesten Erkenntnisse zu biologischen Abläufen und Ursachen für Störungen dieses sensiblen Prozesses werden in Dresden-Radebeul vorgestellt.

Die Keimzelle ist die wichtigste Zelle des Lebens, da alle höheren Lebewesen Keimzellen entspringen. Um bei der Vereinigung von Spermium und Eizelle nicht eine Verdopplung des Chromosomensatzes zu erzielen, sondern Nachkommen mit der gleichen Anzahl an Chromosomen entstehen zu lassen, wie sie die Eltern besitzen, muss der Chromosomensatz in Spermium und Eizelle vor der Befruchtung halbiert werden. Dies geschieht während der zwei Zellteilungen der Meiose.

Für die gesunde Reproduktion ist es unverzichtbar, einerseits eine sehr hohe Fehlerfreiheit dieses Prozesses zu erreichen, andererseits schadhafte Keimzellen effizient zu eliminieren, um nicht fehlerbehaftete Chromosomen an die Nachkommen weiterzugeben. Auf Fehlern in der Meiose beruhende Erkrankungen wie das Down Syndrom oder manche Infertilitätserkrankungen (Unfruchtbarkeit) zeigen, wie wichtig es ist, die Meiose besser zu verstehen.

Kontakt
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus
Institut für Physiologische Chemie
Prof. Dr. rer. nat Rolf Jessberger
Telefon: +49 – (0) 351 – 458 6444
E-Mail: rolf.jessberger@tu-dresden.de

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