Dresdner Bewegungs- und Motivationsprogramm für Tumorpatienten sucht weitere Teilnehmer

„Körperliche Aktivitäten in der Phase der Krebsnachsorge werden für die Betroffenen immer wichtiger“, sagt Professor Gerhard Ehninger, geschäftsführender Direktor des UCC. „Denn verbesserte Früherkennungs- und Therapiemöglichkeiten haben die Wahrscheinlichkeit eines Wiederauftretens soweit verringert, dass nun die Lebensqualität nach der Behandlung eine wesentliche Rolle spielt.“ Vor allem physische Aktivitäten zeigen wissenschaftlichen Studien zufolge positive Effekte auf Körper und Psyche. Der von verschiedenen Fachgesellschaften ausdrücklich empfohlene Rehabilitationssport ist deshalb auch für Krebspatienten eine gute Möglichkeit, im Anschluss an die Behandlung aktiv zu werden. Die jetzt startenden Kurse sind Teil des Programms ‚Aktiv in der Nachsorge‘, das vom UCC-Präventionszentrum entwickelt und wissenschaftlich begleitet wird. Die Stiftung Hochschulmedizin Dresden fördert diese Initiative, die Krebspatienten nach der Therapiephase über eine gesündere Lebensweise aufklärt. Weiterer Sponsor ist die Sparda-Bank Berlin eG, die die Verbreitung des Programms finanziell unterstützt.

Vielen Betroffenen, die sich schon vor der Krebsdiagnose wenig bewegt haben, fällt es häufig schwer, sich nach der Tumortherapie regelmäßig zu bewegen. „Um diese Patienten aktiv zu unterstützen, sind vor allem Strategien zur Förderung der Motivation wirksam. Als Stiftung ist uns die Unterstützung innovativer Programme, die wissenschaftlich überprüft sind, ein besonderes Anliegen. Deshalb tragen wir als Stiftung Hochschulmedizin Dresden einen Großteil der Kosten für das Programm ‚Aktiv in der Nachsorge‛“, sagt Professor Michael Meurer, Vorstandsvorsitzender der Stiftung.

Projektziel ist ein nachhaltiges und wohnortnah nutzbares Programm
„Aktiv in der Nachsorge“, das in Kooperation mit der Arbeitsgruppe „Onkologische Sport- und Bewegungstherapie“ des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen in Heidelberg unter der Leitung von Dr. Joachim Wiskemann entwickelt wurde, möchte Patientinnen und Patienten dabei unterstützen, einen aktiven Lebensstil zu entwickeln und diesen vor allem auch über die Dauer des Programms hinaus aufrechtzuerhalten. „Diese Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Erfolgskriterium“, sagt Professor Ehninger. Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, „Aktiv in der Nachsorge“ in die Breite zu tragen. Dieses Ziel wird durch die Sparda-Bank Berlin eG unterstützt, die das „Aktiv in der Nachsorge“-Programm vor allem in den Bereichen Nachhaltigkeit und Bekanntmachung fördert. „Als Sparda-Bank Berlin engagieren wir uns seit mehreren Jahren im Kampf gegen den Krebs und freuen uns, „Aktiv in der Nachsorge“ zu unterstützen. Es ist wichtig, Krebspatienten in der Nachsorge eine Hilfestellung dabei zu geben, mehr Bewegung in den Alltag zu bringen und so selbst aktiv werden zu können für die eigene Gesundheit“, sagt Angelika Müller, Vertriebsleiterin Sachsen der Sparda-Bank Berlin.
Wer kann teilnehmen?

Das Programm „Aktiv in der Nachsorge“ richtet sich an Personen, die ihre Krebstherapie bereits abgeschlossen haben, sich in der Nachsorge befinden und aus medizinischer Sicht bedenkenlos teilnehmen können. Weiterhin ist es vor allem für Menschen geeignet, denen es schwer fällt, regelmäßig körperlich aktiv zu sein beziehungsweise sich im Alltag zum Sport zu motivieren. Interessenten für das Programm können sich an das Team des Präventions- und Bildungszentrums wenden, das unter Telefon: 0351 458-7447 oder E-Mail: praeventionszentrum@krebscentum.de erreichbar ist.

Weitere Informationen
www.krebscentrum.de
www.stiftung-hochschulmedizin.de/
www.krebshilfe.de/wir-informieren/ueber-krebs/welt-krebstag02.html
www.uicc.org (Website der Weltkrebsorganisation – UICC).

Das Universitäts KrebsCentrum
Das UCC ist seit 2007 ein durch die Deutsche Krebshilfe ausgezeichnetes onkologisches Spitzenzentrum. Oberstes Ziel des Zentrums ist es, Patienten mit Tumorerkrankungen eine optimale Diagnostik, Behandlung und Nachsorge nach dem neuesten medizinischen Kenntnisstand anzubieten. Als onkologisches Spitzenzentrum steht das UCC für eine exzellente Krankenversorgung und Forschung. Mit seinem Präventions- und Bildungszentrum engagiert sich das Universitäts KrebsCentrum seit mehr als sechs Jahren für eine Stärkung des öffentlichen Bewusstseins für Krebserkrankungen und deren individuelle Vorbeugung. Mit Angeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene informiert es die Bevölkerung sachsenweit. Allein in den letzten sechs Jahren konnten mehr als 14.000 Kinder und Jugendliche in Sachsen mit Projekten des UCC erreicht werden.

Die Stiftung Hochschulmedizin
Die Stiftung Hochschulmedizin Dresden wurde 2012 als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts errichtet. Ihr Ziel ist es, über die Grundversorgung hinausgehende Projekte der Krankenfürsorge, der medizinischen Forschung sowie der Aus- und Weiterbildung medizinischen Personals am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus und der Medizinischen Fakultät Dresden zu fördern. Ebenso leistet sie vielfältige Beiträge zur Volks- und Berufsbildung auf dem Gebiet der Medizin, insbesondere hinsichtlich der Arzt-Patienten-Kommunikation, der Prävention und des gesunden Alterns.
Zustiftungen an die Stiftung Hochschulmedizin Dresden helfen, das Stiftungskapital zu erhöhen und schaffen die Voraussetzungen für eine nachhaltige, generationenübergreifende Förderung. Mit Spenden werden aktuelle Projekte am Universitätsklinikum und der Medizinischen Fakultät gefördert.
info@stiftung-hochschulmedizin.de, www.stiftung-hochschulmedizin.de
Stiftung Hochschulmedizin Dresden, IBAN DE27 8505 0300 0221 0457 40, BIC OSDDDE81XXX, Ostsächsische Sparkasse Dresden

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