Dresden vor größtem Physikkongress Europas

Veranstalter ist die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG), die lokale Organisation liegt in Händen des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW Dresden).

Es ist geradezu ein Heimspiel: Bereits zum fünften Mal seit 2000 tagt die DPG in Dresden – ein Zeichen für den guten Ruf der Elbmetropole als Kongressstadt. „Die Tagung ist ein Aushängeschild. Sie unterstreicht Dresdens Bedeutung als Wissenschaftsstandort, an dem sich sowohl hervorragend tagen lässt, als auch international wettbewerbsfähige Spitzenforschung betrieben wird“, sagt Ludwig Schultz, Tagungsleiter und Wissenschaftlicher Direktor des IFW Dresden. „Angesichts der nötigen Kost und Logis profitieren auch Hotelerie und Gastronomie von solch einem Ereignis. In diesem Jahr gehen wir von rund 7000 Besuchern aus. Das sind Rekordzahlen. Dieser Andrang macht uns aber kein Kopfzerbrechen. Wie gewohnt werden wir die Kapazität an Hörsälen und Seminarräumen der TU Dresden optimal ausschöpfen und einen reibungslosen Ablauf gewährleisten.“

Grund dafür, dass so viele Fachleute nach Dresden reisen, sei neben einem interessanten Tagungsprogramm auch die Attraktivität der Stadt, meint Schultz. „Die Kongressbesucher, insbesondere auch unsere vielen Gäste aus dem Ausland, sind von Dresden immer wieder angetan. Sie schätzen das kulturelle Angebot, das historische Erbe und nicht zuletzt die Kneipenszene.“ Die Tagung will den Besuchern daher auch Einblicke in das kulturelle Leben Dresdens vermitteln. So ist beispielsweise ein Konzert in der Frauenkirche Teil des Rahmenprogramms.

Öffentliches Programm

Dem allgemeinen Publikum bietet der Kongress ebenfalls Gelegenheiten, mit Physik auf „Tuchfühlung“ zu gehen. Mitmach-Experimente und physikalische Vorführungen gibt es bereits in der Woche vor dem Physiktreffen im Dresdner Kaufpark Nickern. Während der Tagung finden dann zwei öffentliche Abendvorträge an der TU Dresden statt. Während Karl Leo vom Dresdner Institut für Angewandte Photophysik über neueste Entwicklungen im Bereich der Photovoltaik sprechen wird, behandelt Siegfried Hunklinger von der Universität Heidelberg ein pikantes Thema: die Fälschung wissenschaftlicher Daten. Außerdem wird unter dem Motto „EinsteinSlam“ ein öffentlicher Vortragswettbewerb stattfinden, bei dem das Publikum per Akklamation die beste Vorführung bestimmt. Der Eintritt zu allen diesen Veranstaltungen ist frei.

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