Dr. Ulf Nehrbass zum Chief Executive Officer des Luxembourg Institute of Health ernannt

Dr Nehrbass, stammend aus Rheinland-Pfalz, löst somit Dr. Catherine Larue ab, die das Institut seit Januar 2016 ad interim leitete und nun zur Integrated BioBank of Luxembourg (IBBL) zurückkehrt, wo sie ihre frühere Position als CEO wieder aufnimmt.

Nach einem erfolgreichen Biochemie-Studium in Tübingen und Cambridge (Großbritannien), schloss Dr Nehrbass 1992 eine Doktorarbeit am European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg ab. Danach wurde ihm eine Tätigkeit im Labor des späteren Nobelpreisträgers Prof Günter Blobel an der Rockefeller University in New York angeboten.

1998 wechselte er zum Institut Pasteur in Paris wo er sich als Forschungsleiter eine eigene Abteilung aufbauen konnte. Sechs Jahre später gründete er das auf Infektionserkrankungen und Krebsforschung spezialisierte Institut Pasteur in Korea, dessen CEO und wissenschaftlicher Leiter er wurde. Das Institut ist darauf ausgerichtet hochwertige anwendungsorientierte Forschung zu Therapieansätzen, die den Patienten zugute kommen, umzusetzen. Ein Ergebnis der Arbeit dieses Instituts ist der Wirkstoff Q203, der weltweit einzige neue Tuberkulose-Wirkstoff gegen vollständig resistente Tuberkulose Bakterien.

Aufgrund der Erfolge des Institut Pasteur Korea wurde Dr. Nehrbass gebeten nach Europa zurückzukehren, um ein deutsch-französisches Institut mit dem gleichen Ethos aufzubauen und als CEO und wissenschaftlicher Leiter zu führen. So rief er 2013 das Ksilink in Straßburg ins Leben, ein deutsch-französisches Zentrum für translationale Forschung, das von sieben akademischen und öffentlichen Finanzierungspartnern unterstützt wird. Das auf innovative Therapieansätze ausgerichtete Zentrum ist auf patientenbasierte Krankheitsmodelle und personalisierte Medizin spezialisiert. Ziel von Ksilink ist es, bestehendes wissenschaftliches und klinisches Know-how mit dem Biotechnologie- und Pharmasektor zu verknüpfen. Das Zentrum ist deutlich auf Erfolgskurs.

Als Vorreiter in der Technologieentwicklung weiß Dr Nehrbass um deren transformatives Potenzial für das Gesundheitswesen. In bestimmten Kernaspekten des Technologietrends ist Luxemburg führend, da das Land in den letzten zehn Jahren verstärkt in diesen Bereich investiert hat. Der nächste Schritt wird nun sein, wissenschaftliche Durchbrüche so umzusetzen, dass daraus tatsächliche Verbesserungen für den Patienten entstehen. Das LIH wird einen integrativen, translationalen Ansatz verfolgen, um noch unbefriedigte Patientenbedürfnisse in einem „Bed to Bench to Bed“-Kreislauf anzugehen. Die Arbeit von Luxemburger Forschern und Klinikern geht bereits in diese Richtung, und Luxemburg ist in einer optimalen Ausgangsposition, um den Weg zu leiten.

„Ich bin davon überzeugt, dass das Luxembourg Institute of Health – in enger Zusammenarbeit mit den anderen Partnern aus Luxemburg – eine wichtige Rolle bei der Erarbeitung effizienter translationaler Programme mit Wirkung auf den Patienten spielen wird. Luxemburg ist aufgeschlossen, flexibel und innovativ, und hat bereits bewiesen, dass es in der Lage ist neue Tätigkeitsfelder zu erschließen. Es gibt keinen besseren Ort auf der Welt, um die Gesundheitsversorgung der nächsten Generation auf nationaler Ebene voranzutreiben. In fünf Jahren sollten das LIH und die luxemburgischen Institute auf dem besten Wege sein, eine führende Rolle auf europäischer Ebene im Bereich der patientenorientierten translationalen Medizin und der Gesundheitsversorgung der nächsten Generation zu übernehmen”, so Dr. Nehrbass.

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