Dr. med. Arasch Wafaisade erhielt den Martin-Kirschner-Preis 2013

Die Notärzte aus dem Südwesten Deutschlands haben Dr. med. Arasch Wafaisade mit dem Martin-Kirschner-Preis 2013 ausgezeichnet. Der mit 2.500 Euro dotierte Martin-Kirschner-Preis gilt als einer der renommiertesten notfallmedizinischen Preise in Deutschland und wird alle 2 Jahre verliehen. Die Ehrung erfolgte am 16. März anlässlich der 28. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutscher Notärzte e.V. (agswn). Die agswn ist mit über 1.900 Mitgliedern die Interessensvertretung der Notärztinnen und Notärzte aus den Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland.

Dr. med. Arasch Wafaisade erhielt den Preis für seine Arbeit mit dem Titel „Drivers of acute coagulopathy after severe trauma: a multivariate analysis of 1.987 patients”. Sie basiert auf Daten aus dem Traumaregister der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), welche durch die Arbeitsgruppe am Lehrstuhl für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie (Prof. Dr. Bertil Bouillon) der Universität Witten/Herdecke am Klinikum Köln-Merheim ausgewertet wurden. Die Arbeit wurde 2010 im Emergency Medicine Journal veröffentlicht.

Darin wurde die Störung der Blutgerinnung untersucht, die von einer akuten schweren Verletzung ausgelöst wird. Es ging darum herauszufinden, welche Einflussfaktoren die Blutung bei einem Schwerverletzten verschlimmern und die dann sogar lebensbedrohend werden kann. Dazu wurden rückblickend 1987 Polytraumapatienten untersucht und hierbei verschiedene unabhängige Risikofaktoren der akuten trauma-induzierten Gerinnungsstörung ermittelt, wie etwa der Base Excess, die Körpertemperatur, der Schock (systolischer Blutdruck < 90mmHg), die präklinische Volumengabe sowie Verletzungsmuster und -schwere. Der Großteil der in der Studie ermittelten Faktoren wird bei der Versorgung am Unfallort bzw. im Notarztwagen entschieden (Volumengabe, Schock, Wärmeerhalt). Daher unterstreicht die Arbeit insbesondere die Bedeutung der notfallmedizinischen Versorgung bis zum Eintreffen im Schockraum. Zum Beispiel zeigte sich, dass ein Übermaß an kolloidalen Lösungen einen unabhängigen Risikofaktor für die Gerinnungsstörung darstellt. Weitere Informationen bei Dr. med. Arasch Wafaisade, 0221 8907 3767,
wafaisadea@kliniken-koeln.de

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