Dr. Carl-Hermann Hempen wird Honorarprofessor an TU München

Mit der Öffnung der Volksrepublik China in den 1970er-Jahren hatten Mediziner in Deutschland und Europa nach längerer Zeit erstmals die Möglichkeit zum Austausch mit chinesischen Ärzten über die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), deren Ursprünge bis ins erste vorchristliche Jahrtausend reichen. Seit dieser Zeit prägt der Arzt und Medizinische Informatiker Dr. Carl-Hermann Hempen das Verständnis und die Anwendung der TCM in Deutschland. Von 1975 an konzentrierte sich Hempen – zunächst mit dem Sinologen Prof. Manfred Porkert von der Ludwigs-Maximilians-Universität – auf die systematische klinisch-wissenschaftliche Aufarbeitung der chinesischen Medizin.

1984 gründete der Internist Hempen eine der ersten Praxen in Deutschland, die chinesische Medizin anbietet; seine Schwerpunkte sind Akupunktur, chinesische Arzneimitteltherapie und Diätetik. 18 Jahre, von 1984 bis 2002, war er Präsident der Internationalen Gesellschaft für Chinesische Medizin (Societas Medicinae Sinensis). Hempen lehrte unter anderem an den Universitäten Witten-Herdecke und Erlangen-Nürnberg. Er verfasste zahlreiche medizinische Standardwerke zur TCM und pflegt enge Kontakte mit chinesischen Wissenschaftlern und Ärzten. An der TUM ist die Honorarprofessur an der Fakultät für Sport und Gesundheitswissenschaften angesiedelt.

TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann sagt zu der Ernennung: „Mit Prof. Hempen gewinnen wir einen ausgewiesenen Experten der Traditionellen Chinesischen Medizin, der die Akademisierung der TCM mit einem neuen Masterstudiengang voranbringen wird. Mit seinem ganzheitlichen Ansatz ist er eine Bereicherung für die Fakultät und stärkt ihren Schwerpunkt in der Prävention von Krankheiten durch Lebensstilveränderung. Außerdem ist speziell die Akupunktur wegen der Dopingproblematik eine Behandlungsalternative für Spitzensportler.“

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