Dortmunder Ringveranstaltung 2011: Arbeit, Alter und Gesundheit – eine Herausforderung

Dortmund – „Die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands wird von der Gesundheit und Arbeitsfähigkeit älterer Erwerbstätiger bestimmt. Vieles spricht dafür, dass sich ihre Gesundheit und Arbeitsfähigkeit weiterhin künftig verbessern werden, manches dagegen. Möglicherweise wird es beim Rennen um Gesundheit, Arbeitsfähigkeit und Erwerbsteilhabe aber Gewinner und Verlierer geben.“ So skizziert Professor Hans Martin Hasselhorn, der den Fachbereich „Arbeit und Gesundheit“ in der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) leitet, die Zukunft der Arbeitswelt. Faktoren, Szenarien und einen epidemiologischen Forschungsansatz will er am Dienstag, 17. Mai, um 17 Uhr, in einem Vortrag im BAuA-Standort Dortmund vorstellen und diskutieren. Eingeladen sind die interessierte Öffentlichkeit und Experten, denn die Veranstaltung ist Teil der Ringveranstaltung der Stadt Dortmund mit dem Titel „Forschen für unsere Gesundheit in Dortmund“.

Im anschließenden Vortrag von Professor Gerhard Naegele mit dem Titel „Arbeit, Altersbilder und Gesundheit – eine Herausforderung für die Personalpolitik“ beschäftigt sich dieser mit den Befunden des sechsten Bundesaltenberichtes zu Altersbildern in der Arbeitswelt. Naegele – Geschäftsführendes Vorstandsmitglieder Forschungsgesellschaft für Gerontologie e.V. am Institut für Gerontologie an der Universität Dortmund – zeigt auf, dass Altersbilder selbst keinen eigenständigen Einfluss auf personalpolitisches Handeln in den Betrieben ausüben, sondern dieses immer aufgaben- und betriebsbezogen erfolgt. Er gibt Empfehlungen für eine demografiesensible Tarifpolitik und eine lebenszyklusorientierte Personalpolitik, die nicht zuletzt auch unter gesundheitsfördernden Gesichtspunkten von Bedeutung sind.

Dortmunder Ringveranstaltung im Wissenschaftsjahr
Das bundesweite Wissenschaftsjahr 2011 steht unter dem Motto „Forschung für unsere Gesundheit“ und stellt den Menschen in den Mittelpunkt der Betrachtung. Gemeinsam mit Partnern aus Hochschulen, Forschungsinstituten und Gesundheitseinrichtungen möchte die Stadt Dortmund 2011 zeigen, wie facettenreich sich der Forschungsstandort Dortmund dem Thema Gesundheit widmet. Im Rahmen der Vorlesungsreihe „Gesundheitsforschung in Dortmund“ werden aktuelle Forschungsergebnisse aus Dortmund in unterschiedlichsten Themenfeldern von Forscherinnen und Forschern präsentiert.

Mehr zur Veranstaltung am 17. Mai:
Anmeldung bis 6. Mai:
Ringveranstaltung:

Forschung für Arbeit und Gesundheit
Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt. Sie ermöglichen Unternehmen wie auch der gesamten Volkswirtschaft einen Vorsprung im globalen Wettbewerb. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben – im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Rund 660 Beschäftigte arbeiten am Hauptsitz in Dortmund und den Standorten Berlin, Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

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