Doppelter Erfolg für die Frankfurter Rechtsmedizin

Seit Jahren setzt der Direktor und Leiter der Frankfurter Rechtsmedizin, Prof. Jürgen Bratzke, neben den klassischen rechtsmedizinischen Aktivitäten für staatliche Institutionen auf eine forschungs- und lehrintensive Ausrichtung seines Instituts. Neben Ärzten, Pharmazeuten und Biologen forschen im Frankfurter Institut auch Juristen zu medizinrechtlichen und rechtsmedizinischen Fragestellungen.

Die gezielte Förderung wissenschaftlicher Projekte trägt im Jahr 2012 besondere Früchte. Der Arzt und Jurist PD Dr. Dr. habil. Markus Parzeller, Leiter der Abteilung für Medizinrecht und Unterrichtsbeauftragter des Frankfurter rechtsmedizinischen Instituts, wurde für seine Forschung mit zwei Wissenschaftspreisen ausgezeichnet. Der Forscher ist auf den Gebieten des Medizin- und Sportrechts sowie der Rechtsmedizin tätig.

Am 26. September erfolgte die Verleihung des Konrad Händel Preises, der von der Konrad-Händel-Stiftung zur Förderung der rechtsmedizinischen Wissenschaft gestiftet wird. In seiner Laudatio im Rahmen des „International Symposium Advances in Legal Medicine“ (ISALM) würdigte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin, Prof. Stefan Pollak, die jahrelangen wissenschaftlichen Leistungen von PD Dr. Dr. Parzeller und die unmittelbare Bedeutung seiner Forschung für die Rechtspflege.

Zudem prämierte die Deutsche Gesellschaft für Gesetzgebung (DGG) am 26. Oktober den wissenschaftlichen Aufsatz zur Unbestimmtheit von gesetzlichen Vorschriften im Arzneimittelgesetz für den Kampf gegen Doping im Sport von PD Dr. Dr. Parzeller und Prof. Dr. Cornelius Prittwitz vom Fachbereich Rechtswissenschaft der J.W. Goethe-Universität. Der Beitrag erhielt den dritten Preis von rund 50 eingereichten Vorschlägen. Die Preisverleihung fand im Reichstagsgebäude in Berlin im Anschluss an die Einführungsworte durch den Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden der DGG Dr. Günter Krings und die Festrede der Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger statt. In seiner Laudatio hob Thomas Hadamek, Ministerialrat des Bundestages und Vorstandsmitglied der DGG, die treffliche kritische Analyse der derzeitigen Regelungen durch die beiden Frankfurter Juristen Parzeller und Prittwitz hervor und betonte die Bedeutung ihrer Anmerkungen und Lösungsansätze für die Gesetzgebungspraxis.

Die hohe Auszeichnung für einen Wissenschaftler des Frankfurter Institutes für Rechtsmedizin belegt die Bedeutung dieser Institution, die nicht nur für das Land Hessen, sondern für die gesamte Bundesrepublik Deutschland wegweisende rechtspolitische Akzente gesetzt hat. Eine angemessene und ausreichende finanzielle Ausstattung rechtsmedizinischer Institute wird langfristig eine solche praxisbezogene interdisziplinäre und – wie die Preisverleihungen belegen – erfolgreiche Frankfurter rechtsmedizinische Forschung zum Wohle der Bürger und des Staates sichern.

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