DOG: Augenheilkundliche Forschung stärken

Augenerkrankungen gehören zu den häufigsten Ursachen für einen Arztbesuch. „Dies allein spiegelt die enorme gesellschaftliche, soziale und auch wirtschaftliche Relevanz der Krankheiten des Auges wieder und auch den unbedingten Bedarf an ophthalmologischer Forschung“, so Reinhard. Was sich derzeit auf diesem Gebiet tut, stellten Sprecher der acht Sektionen der DOG und weitere Vertreter augenheilkundlicher Fachverbände im ersten Teil des Symposiums vor: In Impulsvorträgen präsentierten sie ihr Forschungsgebiet mit seinen Chancen, Perspektiven aber auch seinem Bedarf. „Ophthalmologen erbringen hierzulande wissenschaftliche Spitzenleistungen“, sagte Professor Reinhard. Es müsse jedoch besser gelingen, deren Stellenwert in der deutschen Forschungslandschaft zu verankern und sie in vorhandene Förderprogramme einzubinden.

Wie es geht, zeigte der zweite Teil der Veranstaltung: Mentoring für Anträge bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG, Strategien des Bundesforschungsministeriums und der Leopoldina waren ebenso Thema wie Förderungen der EU. Als zielführend kristallisierte sich heraus, dass Fächer und damit auch die Ophthalmologie mit einer Stimme sprechen. „Immens wichtig ist es auch, Nachwuchs zu begeistern und dessen Forschungsarbeit angemessen zu honorieren“, sagte Professor Dr. med. Eberhard Zrenner, Tübingen, der die Situation der Augenheilkunde als forschendes Fach darstellte. Motivierend seien zum Beispiel Schnupperstipendien in der Forschung für Doktoranden.

Die Förderer gaben außerdem hilfreiche Hinweise zum Prozedere: Beispielsweise kann es sinnvoll sein, zunächst kleinere Fördersummen zu beantragen. Forscher erhöhen auf diese Weise ihre Chancen. Zudem herrscht Quotenförderung: Je mehr Anträge ein Fach stellt, desto eher bekommt es etwas vom Kuchen ab.

Das Symposium bildete den Auftakt zu weiteren Gesprächen zwischen der DOG und potenziellen Fördergremien wissenschaftlicher Projekte. „In diesem Dialog können wir Anknüpfungspunkte eruieren, um der opthalmologischen Forschung national und international Zugang zu Mitteln zu eröffnen und ein unterstützendes Umfeld zu etablieren“, sagt Professor Reinhard. Ein nächster Schritt sei es, die deutsche Ophthalmologie so aufzustellen, dass ihre wissenschaftlichen Qualitäten noch mehr Strahlkraft gewinnen und an den entscheidenden Stellen als förderungswürdig wahrgenommen werden.

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Die DOG ist die medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft für Augenheilkunde in Deutschland. Sie vereint unter ihrem Dach mehr als 5.900 Ärzte und Wissenschaftler, die augenheilkundlich forschen, untersuchen und behandeln. Wesentliches Anliegen der DOG ist es, die Forschung in der Augenheilkunde zu fördern: Sie unterstützt wissenschaftliche Projekte und Studien, veranstaltet Kongresse und gibt wissenschaftliche Fachzeitschriften heraus. Darüber hinaus setzt sich die DOG für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Augenheilkunde ein, indem sie zum Beispiel Stipendien vor allem für junge Forscher vergibt. Gegründet im Jahr 1857 in Heidelberg, ist die DOG die älteste medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft der Welt.
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