DKOU 2015 setzt noch stärker auf internationalen Austausch

Schwerpunkte sind unter anderem orthopädisch-medizinische Herausforderungen im Kindes- und Jugendalter sowie bei Menschen im hohen Alter.

Zukünftig wollen sich die deutschen Experten aus Orthopädie und Unfallchirurgie noch intensiver mit ihren internationalen Kollegen beispielsweise aus den USA und der Türkei austauschen. Daher haben die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e.V. (DGOOC), die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU), die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU) und der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (BVOU) eine langfristige Kooperation mit der amerikanischen Fachgesellschaft Orthopaedic Trauma Association (OTA) vereinbart. Mit der amerikanischen Orthopaedic Research Society (ORS) und dem Gastland Türkei sind zwei weitere wichtige Partner beim DKOU 2015 vertreten.

„Wir möchten den DKOU internationalisieren und bieten dieses Jahr mehr englischsprachige Sitzungen an“, erzählt Professor Dr. med. Michael Nerlich, Kongresspräsident der DGU und Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Regensburg. Am 21. Oktober wird eine halbtägige internationale Session der amerikanischen Orthopäden und Unfallchirurgen zusammen mit europäischen Experten stattfinden. „Wir tauschen unter anderem Therapie-Empfehlungen beim Oberschenkel- und Oberarmbruch aus“, sagt Nerlich im Vorfeld des DKOU 2015. Vor allem bei sehr speziellen Gelenkoperationen könnten deutsche Orthopäden und Unfallchirurgen von den Amerikanern lernen: Darin stimmen auch die Kongresspräsidenten Professor Dr. med. Rüdiger Krauspe, Düsseldorf (DGOOC/DGOU) und Dr. med. Hans-Jürgen Hesselschwerdt, Bad Krozingen (BVOU) überein. Die türkischen Experten hätten im Vergleich dazu viel Erfahrung mit Krankheitsbildern, die in Deutschland eher selten auftreten. „Wir erhoffen uns von ihnen neue Erkenntnisse zur Tuberkulose, die Knochen und Wirbelsäule betrifft, aber auch zur gesamten Kinderorthopädie“, so Krauspe.

Insgesamt sei das Fach Orthopädie und Unfallchirurgie in Deutschland exzellent aufgestellt, sind sich die Kongresspräsidenten sicher. Vor allem bei der flächendeckenden Versorgung, aber auch beim qualitätsgesicherten Gelenkersatz, der durch zertifizierte Zentren und Register abgesichert wird, sei die deutsche Orthopädie und Unfallchirurgie richtungsweisend, so Krauspe. „Auch das TraumaNetzwerk gilt im Ausland als Vorzeigebeispiel, das deswegen nicht nur beim DKOU, sondern auch beim Annual Meeting der OTA in San Diego, Kalifornien vorgestellt werden wird“, so Nerlich.

Ein Höhepunkt des gemeinsam von DGU, DGOOC und BVOU ausgerichteten Kongresses sind die vier Vorträge der ORS. Hier stellen internationale Experten ihre aktuellen Forschungsergebnisse vor. Wie können Ärzte beispielsweise schon heute Stammzellen einsetzen, um Heilungsprozesse an Sehnen, Muskeln, Knochen oder Knorpel zu initiieren? Und welchen Einfluss haben Alter oder Vorerkrankungen der Spender auf die Qualität der Stammzellen? Es geht aber auch um die Injektion von Wachstumsfaktoren, um beschädigte Knochenstrukturen – etwa nach einer Krebsbehandlung, einem Prothesenwechsel oder einem Unfall – wiederherzustellen.

Weitere Themen-Schwerpunkte werden die Kongresspräsidenten auf besondere Herausforderungen etwa bei Brüchen und Sportverletzungen im Wachstumsalter legen sowie auf Mobilität im Alter, Verletzungen der Wirbelsäule, Prävention und den sicheren Gelenkersatz. Einige Vorträge werden zeitgleich im Internet übertragen und sind dort im Nachgang auch in der Mediathek unter www.dkou.de abrufbar. Außerdem gehört eine Industrieausstellung an allen vier Kongresstagen mit zum Informationsangebot. Die Anmeldung ist im Internet möglich, nähere Informationen sind bei Intercongress GmbH, Wilhelmstraße 7, 65185 Wiesbaden, Tel. 0611 977-160, E-Mail dkou@intercongress.de erhältlich.

Weitere Informationen:
Interview mit Professor Nerlich: http://www.dgu-online.de/news-detailansicht/ota-dgu-kooperation-ist-keine-eintagsfliege.html

Terminhinweise:
Mittwoch, 21.10.2015, 9.00 bis 12.30 Uhr, Raum New York 3
OTA-Day: How do I get out of this jam – tipps & tricks in the treatment of proximal femur / proximal humerus fractures

Kooperationen mit der ORS: u.a.
Donnerstag, 22.10.2015, 11.00 bis 12.30, Raum Berlin 2
Regeneration von Knochen, Knorpel und Weichgewebe

Kooperationen mit dem Partnerland Türkei: u.a.
Donnerstag, 22.10.2015, 16.30 bis 18.00, Raum New York 3
Pediatric orthopaedics

Mittwoch, 21.10.2015, 14.30 bis 16.00, Raum New York 3
AO Trauma Europe: non unions

Akkreditierung für Journalisten:
O Ich werde den Kongress DKOU 2015 in Berlin persönlich besuchen.
O Für unsere Redaktion kommt ________________________________.
O Ich möchte ein Interview mit __________führen. Bitte stellen Sie einen Kontakt her.
O Ich kann leider nicht teilnehmen. Bitte schicken Sie mir im Anschluss das Informationsmaterial für die Presse.

Meine Kontaktdaten:
NAME:
MEDIUM/RESSORT:
ADRESSE:
TEL/FAX:

Ihr Kontakt für Rückfragen:
Anne-Katrin Döbler, Kathrin Gießelmann, Lisa Ströhlein
Pressestelle DKOU 2015
Pf 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-981/-459, Fax: 0711 8931-167
giesselmann@medizinkommunikation.org
stroehlein@medizinkommuikation.org

Scroll to Top