DIVI empfiehlt bei Intensivpatienten auf Gabe von HES im Rahmen der Infusionstherapie zu verzichten

Wesentliche Gründe für die Empfehlung waren die Ergebnisse von Studien, die zeigten, dass die Verwendung von HES zu Nierenschäden oder gar zum Tod führen kann. Nur bei Patienten mit so genanntem Volumenmangel kann ein Einsatz erwogen werden. Bei einem Volumenmangel zirkuliert zu wenig Blut im Organismus. Aber auch in diesen Fällen ist es zwingend notwendig, zuerst kritisch abzuwägen.

Im Falle, dass man sich zur Verwendung von HES entschließt, sollte diese nicht länger als für 24 Stunden erfolgen. Außerdem wird empfohlen, die Nierenfunktion der mit HES behandelten Patienten für mindestens 90 Tage zu überwachen.

Im Rahmen des Bewertungsverfahrens des PRAC wurden alle vorliegenden Daten zum Nutzen-Risiko-Verhältnis von HES-Präparaten grundlegend überprüft.

Quelle: http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/medicines/human/referrals/Hydroxyethyl_starch-containing_solutions/human_referral_prac_000012.jsp&mid=WC0b01ac05805c516f (14.10.2013)

DIVI weltweit einzigartig
Die 1977 gegründete DIVI ist ein weltweit einzigartiger Zusammenschluss von mehr als 2000 Anästhesisten, Neurologen, Chirurgen, Internisten, Kinder- und Jugendmedizinern sowie Fachkrankenpflegern und entsprechenden Fachgesellschaften: Ihre fächer- und berufsübergreifende Zusammenarbeit und ihr Wissensaustausch machen im Alltag den Erfolg der Intensiv- und Notfallmedizin aus. Insgesamt bündelt die DIVI damit das Engagement von mehr als 30 Fachgesellschaften und persönlichen Mitgliedern.

Die Experten der DIVI:
Oberstarzt Professor Andreas Markewitz ist Generalsekretär der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Er arbeitet als Direktor der Abteilung XVII an der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie des Bundeswehrzentralkrankenhauses Koblenz.

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