Diplom-Psychologin Anna Mikhof erweitert hsg-Team

„Wir haben seit einigen Wochen an dem Modul gearbeitet und ich freue mich nun sehr, dass wir das Seminar ‚Schnittstellen und Netzwerkkompetenz‘ ab dem jetzt startenden Wintersemester online anbieten können“, erklärte Dr. Anna Mikhof, die seit Anfang April 2016 die Vertretungsprofessur Gesundheitspsychologie am Department of Community Health an der Hochschule für Gesundheit (hsg) inne hat. „Im fünften Semester absolvieren die Studierenden des Studiengangs ‚Gesundheit und Diversity‘ ihre praktische Studienphase in ausgewählten Praxiseinrichtungen außerhalb der hsg. Deshalb ist es von großem Vorteil, dass die begleitenden Lehrveranstaltungen im neuartigen E-Learning-Format umgesetzt werden können“, fügte sie hinzu.

Im Rahmen ihrer Lehr- und Forschungsaktivitäten an der hsg widmet sich Mikhof Fragen wie beispielsweise ‚Wie sind psychische Gesundheit und Lebenszufriedenheit im Zusammenhang mit diversen Merkmalen von Individuen und sozialen Kontexten ausgeprägt?‘ und ‚Welche Risiko- und Schutzfaktoren sind hierbei besonders bedeutsam?‘. Mit ihren Schwerpunkten erweitert Anna Mikhof das Team des Departments um die gesundheits-, sozial- sowie klinisch-psychologischen Perspektiven.

Als Diplom-Psychologin mit kognitiv-verhaltenstherapeutischen Ansätzen und hypno-systemischen Schwerpunkten begleitete Anna Mikhof langjährig in psychotherapeutischen und beraterischen Institutionen sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene bei der Förderung ihrer Gesundheit, ihres Wohlbefindens und ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Zugleich war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ruhr-Universität Bochum tätig, wo sie promovierte. Im Kontext mit zunehmenden Globalisierungs- und Integrationsprozessen, des sozialen Wandels und der kulturellen Diversität beschäftigte sich Anna Mikhof mit Unterschieden und Übereinstimmungen in verschiedenen Gruppen in Bezug auf das Selbstbild, in Bezug auf Stress und Coping, also der Stressbewältigung, sowie in Bezug auf die Partnerschafts- und Lebenszufriedenheit. Ihr Ansatz greift systemspezifische und systemübergreifende Ausprägungen und Zusammenhänge auf, die gängige Theorien und Herangehensweisen in der Praxis erweitern.

Mikhof: „In Hinblick auf meine Erfahrung mit ‚Diversity‘ in der Psychologie, also der Vielfalt von Menschen in Bezug auf psychologische Merkmale sowie soziodemografische Faktionen wie zum Beispiel Alter oder Ethnie, und mit systemischen Perspektiven reizt mich die Arbeit in den gesundheitsbezogenen Studiengängen ‚Gesundheit und Diversity‘ sowie ‚Gesundheit und Sozialraum‘ besonders.“ Mit ihren Lehr- und Forschungsaktivitäten möchte Anna Mikhof dazu beitragen, die Studiengänge inhaltlich weiter zu entwickeln und die Vorhaben des Departments of Community Health konstruktiv unterstützen. „Besonders wichtig ist es mir in der Lehre zu vermitteln, dass Betroffene in ihren entsprechenden Kontexten aus verschiedenen Perspektiven ressourcenorientiert betrachtet werden.“

Anna Mikhof erklärte, dass die traditionelle Psychologie, auch die Gesundheitspsychologie, sich oftmals mit der Erklärung von Problemen, Störungen sowie Gesundheit und Krankheit befasst und damit verstärkt eine defizitorientierte Herangehensweise wählt. „Mein Anliegen ist es, Aspekte aus der Positiven Psychologie in die Lehre und Forschung hinein zu tragen, um stärker zu fokussieren, was den Menschen allgemein stärkt, zu seinem Glück beiträgt und sein Leben lebenswerter macht. Vor allem sozial benachteiligte Menschen bedürfen unserer Aufmerksamkeit, um hier einen Ausgleich ermöglichen zu können“, sagt sie. Genau hier setzt das Department of Community Health mit seiner speziellen Ausrichtung auf die kontextbezogene Gesundheit an und richtet seinen Fokus auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen.

„Ich freue mich sehr auf die vielfältigen Möglichkeiten an der hsg innovativ, interdisziplinär und praxisbezogen zu arbeiten“, sagte Mikhof.

Kontakt: Dr. Anna Mikhof, Tel.: +049(0)234 77727- 714, E-Mail: anna.mikhof(at)hs-gesundheit.de

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