Digitalisierung im Gesundheitswesen

Digitalisierung, Praxis, Wohlfühlpraxis, Arztbüro

Die Digitalisierung hat praktisch alle Lebensbereiche unseres Alltags erfasst. Kaum ein privater oder beruflicher Aspekt bleibt davon unberührt. In diesem Artikel wollen wir aber keine gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung diskutieren, sondern einen ganz konkreten Aspekt der Digitalisierung betrachten. Vor allem der Gesundheitsbereich ist davon stark betroffen. Der Grund für die massive Breitenwirkung ist jene, da der Gesundheitsbereich in viele Strukturen unseres Lebens eingreift. Sowohl von Dienstleisterseits also auch auf Ebene eines jeden einzelnen Patienten fühlt man die Digitalisierung im Gesundheitsbereich. 

Digitalisierung anhand des Beispiels eines Zahnarztbesuchs

Damit ist jeder einzelne Mensch betroffen und indirekt werden dadurch auch andere Bereiche beeinflusst. Typische und naheliegende Bereiche, die ebenso beeinflusst werden können, sind zum Beispiel das Versicherungswesen oder die gesamte staatliche Administration bis hin zur Altersvorsorge. Man muss sich alle Bereiche systematisch durchdenken, um den breiten Spagat zu messen. Am Beispiel eines Zahnarztbesuches lässt sich diese Masseneinwirkung vielleicht am besten darstellen. Bereits beim Besuch des Zahnarztes hat ein Patient seine Gesundheitskarte vorzulegen. Erst dadurch wird der Patient legitimiert und es erfolgt eine ordnungsgemäße Versorgung. Die Gesundheitskarte verbindet alle Daten eines Patienten. Davon umfasst ist sowohl die zahnärztliche Abrechnung 11 nach erfolgter Abrechnung wie auch die Ausstellung eines Rezeptes durch den Zahnarzt. In den neuen Versionen werden die Rezepte nicht mehr ausgedruckt, sondern unmittelbar an die Apotheke übermittelt. Es fällt also sehr viel Abfall durch die Digitalisierung weg. Das Medikament kann auch binnen kurzer Zeit in der Apotheke abgeholt werden. Die Vorteile reichen aber noch weiter. So hat der Apotheker die Möglichkeit, das gewünschte Medikament zur Abholung für den Patienten bereitzustellen. Dies ermöglicht in vielfacher Hinsicht einen Marathon an Bedürfnissen, die unmittelbar damit verbunden sind. Vielen Patienten ist die Breitenwirkung nicht gewusst.

Digitalisierung und Datenschutz – Vor- und Nachteile der Digitalisierung unter dem Auge der kritischen Betrachtungsweise

Zukünftig arbeitet man auch am Ausbau der Digitalisierung. Es soll nach Vorstellung bestimmter Instruktionen auch nachvollziehbar sein, welche Behandlungen in der Vergangenheit notwendig waren. Aufgrund des gesammelten Datenmaterials können auch Schlüsse auf zukünftiges Verhalten bis zur Steuerung und Optimierung bestimmter Prozesse erfolgen. Letztlich lassen sich dadurch auch Auswertungen und Analysen anfertigen, die für jeden Patienten von Vorteil sein könnten. Es gibt selbstverständlich auch kritische Stimmen dieses Fortschritts. Insbesondere im Zusammenhang mit Datenschutzbedenken warnen Datenschützer vor einer Aushöhlung von Interessen im Sinne der Patienten. Daten können immer gewinnbringend im Sinne eines Patienten benutzt werden. Es lassen sich Daten aber auch zu deren Nachteil benutzt werden. Das Erfordernis von Kontrollen bleibt daher aufrecht und kann nicht durch weitreichende Gesetzt ausgehebelt werden. Als positiv denkender Mensch sollte man jedoch immer die Vorteile ins Auge fassen. Es ist nicht ratsam, sich mit den Nachteilen zu beschäftigen, wenn auch Vorteile für einen Patienten erkennbar sind. Die Vor- und Nachteile sind immer abzuwägen.

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