Diese Erkrankungen nehmen Einfluss auf die Potenz

Erektile Dysfunktion, Erketionsstörung, Potenzmittel

Impotenz und erektile Dysfunktion sind häufige Beschwerden, die sehr unterschiedliche Ursachen haben können. Die Medizin weiß heute, dass nicht nur psychische sondern auch organische Faktoren eine Rolle spielen können. Insbesondere Erkrankungen der Venen- oder des Nervensystems können sich negativ auswirken.

Prostataerkrankungen

Rund um die Vorsteherdrüse herum verlaufen Nerven, die für die Erektionsfähigkeit des Mannes wichtig sind. Diese können sowohl bei einer benignen Prostatavergrößerung als auch bei Prostataentzündungen oder Prostatakrebs beeinflusst werden. Des Weiteren können die Ausführgänge des Prostatasekrets verändert sein. In diesen Fällen kann eine Erektion ausbleiben oder aber nur noch unter Schmerzen möglich sein.

Prostatakrebs bedarf je nach Alter des Patienten und Wachstumsgeschwindigkeit des Tumors einer Behandlung. Diese ist oft operativer Natur. Soll die Prostata vollständig entfernt werden, muss schonend operiert werden, um die umliegenden Nerven nicht zu verletzen und eine Impotenz als Folge zu verhindern.
Auch eine Prostataentzündung sollte behandelt werden – heilt sie ab, ist die Erektionsfähigkeit
häufig von selbst wieder schmerzlos gegeben.
Im Fall benigner Prostatavergrößerungen kann oft schon eine medikamentöse Therapie Abhilfe verschaffen, allerdings führen die verschriebenen Präparate in ca. 30% der Fälle ebenfalls zu Erektionsstörungen, so dass die Vor- und Nachteile abzuwägen sind. 1

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Störungen des Herz-Kreislaufsystems, wie Arteriosklerose oder Bluthochdruck, verändern die Art der Blutzirkulation, beispielsweise durch Plaques an den Gefäßwänden. Diese können auch im Penis die Durchblutung hemmen oder die Elastizität der Schwellkörper beeinträchtigen. Tatsächlich stellen
sie die häufigste Ursache für Impotenz in höherem Alter dar. Ähnliches gilt für die koronare Herzkrankheit und einen extrem hohen Cholesterinspiegel. Hier gilt es durch Sport, Gewichtsverlust, gesunde Ernährung und die richtigen Medikamente das Grundproblem zu beheben. Oft verbessert sich gleichzeitig die Erektionsfähigkeit. Allerdings stehen einige blutdrucksenkende Mittel im Verdacht ebenfalls Potenzstörungen hervorzurufen. 2

Diabetes


Aufgrund von Zuckerablagerungen in allen Gefäßen vermindert Diabetes die Durchblutung peripherer Körperteile wie Hände, Füße und eben den Geschlechtsorganen. Zusätzlich schädigt die
Erkrankung nicht selten die Nerven und wirkt sich auch auf den Hormonspiegel aus. Daher ist Impotenz oft die Folge einer unerkannten oder schlecht medikamentös eingestellten Zuckerkrankheit. 3

Neurologische Störung

Da viele neurologische Störungen die Weiterleitung von Nervenimpulsen verhindern oder die
Nervenbahnen selbst angreifen, können auch diese Grund für Erektionsstörungen sein. Ist die Impulsübermittlung beispielsweise durch eine degenerative Erkrankung oder einen Schlaganfall
gestört, lässt sich das oft nur wenig oder gar nicht behandeln. Eine erektile Dysfunktion
kann auch im Zuge einer Parkinson-Erkrankung und vieler anderer Nervenerkrankungen auftreten.

Anders gestaltet sich die Lage bei temporären Störungen der Nervenbahnen, beispielsweise durch
eine verschobene Bandscheibe oder Nervenentzündungen – hier ist die Potenzstörung meistens
reversibel. Durch verschiedene Ursachen wie tumoröse Erkrankungen, Operationen oder Durchblutungsstörungen können die Nerven im kleinen Becken geschädigt sein. Wie erfolgreich eine Behandlung in diesem Fall ist hängt entscheidend von der Grunderkrankung ab. 4

Hormonelle Störungen

Hormone haben einen großen Einfluss auf die Potenz des Mannes. Daher kann sich diese sowohl aufgrund hormoneller Störungen zum Beispiel verursacht durch einen Hypophysentumor (insbesondere Prolaktinom), als auch natürlicherweise mit sinkendem Testosteronspiegel in steigendem Alter verschlechtern.

Zudem stehen verschiedene Substanzen in Verdacht hormonähnliche Wirkungen und deshalb einen negativen Einfluss auf Fruchtbarkeit und Potenz von Männern zu haben. Beispiele sind bestimmte Weichmacher in Plastikverpackungen (vor allem Bisphenol A und Phthalate).
Gesichert ist die negative Auswirkung von Nikotin und übermäßigem Alkoholgenuss, da diese die Blutgefäße schädigen. Auch viele illegale Substanzen können Impotenz hervorrufen, hier sei besonders die regelmäßige Einnahme von Anabolika (meist künstlich hergestellte Steroide) genannt. 5

Weiterführende Informationen:

1: Euroclinix Schweiz

2: Netdoktor

3: Impotenz Selbsthilfe

4: Apotheken Umschau

5: Focus

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