Die Zukunft der gesundheitlichen Versorgung

Am 9. Mai findet in der Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena eine gemeinsame Konferenz der Hochschule und des Thüringer Landesbüros der Friedrich Ebert-Stiftung zu gesundheitspolitischen Themen statt. Im Fokus der Veranstaltung, die um 10.00 Uhr in der Aula beginnt, steht die wissenschaftliche Diskussion zu aktuellen gesundheitspolitische Themen und daraus folgenden zentralen Fragen zur Gesundheitsversorgung.

Wissenschaftler aus Berlin und Jena sowie die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert, sprechen zum Thema „Gesundheit! – Zur Zukunft der gesundheitlichen Versorgung in Thüringen und Deutschland“. Vor dem Hintergrund demographischer Entwicklungen greifen die Referenten aus dem komplexen Bereich der Gesundheitsversorgung allgemein interessierende Probleme heraus: So spricht Prof. Dr. Karl-Friedrich Wessel (Humboldt-Universität Berlin) über „Gerechtigkeit in der Gesundheitsversorgung“ und hier auch zu Fragen der Transplantationspraxis. Im Mittelpunkt des Beitrags von Dr. Siegfried Jablonski (Berlin) werden die Trauerarbeit und die Bewältigung von schweren Verlusten stehen.

Eindeutig politische Dimensionen weist der Vortrag „‘Rasse‘ – Evolution – Gesundheit: Wider den Rassenbegriff in seiner Anwendung auf den Menschen bis zur Gegenwart“ von Prof. Dr. Uwe Hoßfeld (Friedrich-Schiller-Universität Jena) auf, als ein Vorgehen gegen die Verbindung von veralteter, menschenfeindlicher Begrifflichkeit und etwaigen Anwendungen auf den Menschen im Gesundheitssystem des 21. Jahrhunderts. Dr. Sven Sohr (Berlin) stellt die Frage, ob Gesundheitsreformen für die Bewältigung der anstehenden Aufgaben ausreichen, oder ob eine revolutionäre Umwälzung unseres Gesundheitssystems notwendig ist.

Die Vorträge werden am Nachmittag in verschiedenen Workshops vertiefend bearbeitet. Hinzu kommt ein fünftes, alle genannten Bereiche umfassendes Thema: „Die Gesundheitsversorgung in Zeiten knapper Kassen“, dargestellt von Prof. Dr. Michael Opielka (EAH Jena). Die Präsentation der Workshop-Ergebnisse erfolgt vor dem Abschlussvortrag des Konferenztages, den Dr. Friedrich Kleinhempel (Berlin/Basel) zu integrativen Lösungsansätzen „im Sinne eines grundlegenden Verständnisses von Gesundheit als Balance von Gegensätzen“ halten wird.

Prof. Dr. Jörg Schulz / sn

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