Die „Teddybär-Klinik“ vergrößert das Wissen von Kleinkindern über Körper, Gesundheit und Krankheit

In wenigen Tagen findet in Marburg zum mittlerweile elften Mal wieder die sog. Teddybär-Klinik statt, organisiert von Studierenden und unterstützt von den Fachbereichen Medizin und Pharmazie der Philipps-Universität und vom Magistrat der Stadt Marburg. Diese Veranstaltung erfreut sich großer Beliebtheit, vor allem bei den Kleinen und Kleinsten.

Kindergartenkinder haben die Möglichkeit, ihre „kranken“ Kuscheltiere zur Behandlung in die „Teddybär-Klinik“ zu bringen. Ziel ist es, Kinder mit den Abläufen in einem Krankenhaus vertraut zu machen und ihnen so die Angst davor zu nehmen. Gleichzeitig sollen sie spielerisch lernen, wie der menschliche Körper funktioniert und wie sich Krankheiten auswirken und äußern können.

Ob diese Ziele auch tatsächlich erreicht werden können oder ob es sich bei der Teddybär-Klinik“ nur um pure Unterhaltung für Kinder handelt, haben nun Wissenschaftler(innen) der Philipps-Universität Marburg untersucht. In einem gemeinsamen Projekt zwischen der Kinderklinik und dem Fachbereich Psychologie wurde dieser Frage nachgegangen. Das Projekt wurde geleitet von Dr. Corinna Leonhardt, Dr. Jutta Margraf-Stiksrud und Prof. Dr. Rolf Felix Maier. Maßgeblichen Anteil an der Durchführung hatten Larissa Kurtz, geb. Badners und Andrea Szerencsi. Tatsächlich konnten die Wissenschaftler zeigen, dass Kleinkinder, die die „Teddybär-Klinik“ besucht hatten, hinterher ein besseres Wissen über den menschlichen Körper, über Gesundheit und über Krankheit hatten als gleichaltrige Kinder, die nicht an der „Teddybär-Klinik“ teilgenommen hatten.

Prof. Maier, der Direktor der Marburger Kinderklinik, freut sich über dieses Ergebnis und hofft, dass die Marburger „Teddybär-Klinik“ dazu beiträgt, dass Kinder, wenn sie denn ärztlicher Hilfe bedürfen, weniger Angst vor dem Arzt und der Klinik haben. Dr. Margraf-Stiksrud blickt positiv auf die erfolgreiche Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche zurück und hofft auf weitere derartige Kooperationen. Wie Dr. Leonhardt berichtet, wurden die Ergebnisse dieser Studie mittlerweile in einer internationalen renommierten Fachzeitschrift veröffentlicht.

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Frank Steibli
Leiter Kommunikation und Pressesprecher
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