Die süße Fracht rollt wieder

(djd). Es ist wieder so weit – die „süße“ Kampagne läuft. So nennt die Branche die alljährlich etwa 120 Tage dauernde Zeit von der Ernte der Zuckerrüben bis zur vollständigen Verarbeitung in einer der 20 Fabriken in Deutschland.

Zuckerrübenanbau leistet Beitrag zur Versorgungssicherheit

Die Landwirte in Deutschland bauen auf einer Fläche von nahezu 400.000 Hektar Zuckerrüben an – Platz eins in der Europäischen Union. Wichtige Anbaugebiete sind in Niedersachsen die Braunschweiger und Hildesheimer Börde, Mecklenburg-Vorpommern, die Magdeburger Börde, das Rheinland zwischen Bonn und Krefeld, das Erfurter Becken, das Leipziger Tiefland sowie Gebiete am Main, dem Oberrhein, in Württemberg und an der Donau. 70 Tonnen Rüben werden durchschnittlich pro Hektar geerntet. Das macht gut 28 Millionen Tonnen, die Jahr für Jahr vom Feld zur Fabrik transportiert werden müssen. Mit Hilfe von Computertechnik, umweltfreundlichen Transportmitteln und vielen weiteren Maßnahmen wird dafür gesorgt, dass die gewaltige logistische Herausforderung während der Zuckerrübenkampagne schonend für Mensch und Umwelt bewältigt wird.

Regionale Produktion und Verarbeitung schonen die Umwelt

So werden die Anbauflächen und das umliegende Straßennetz mit Satellitennavigation erfasst, um Leerfahrten zu vermeiden und optimale, umweltschonende Routen zu den Zuckerfabriken festzulegen. Dank regionaler Ernte und Verarbeitung werden die Zuckerrüben in Deutschland durchschnittlich nur über eine Strecke von 50 Kilometern vom Acker zur Fabrik transportiert. Ein weiterer Pluspunkt für die Umwelt: Sämtliche Produkte, die bei der Verarbeitung der Rüben anfallen, werden sinnvoll genutzt. Die entzuckerten Zuckerrübenschnitzel sind zu Pellets gepresst ein wertvolles Futtermittel. Die Melasse ist Ausgangsprodukt etwa für die Hefe- und Fermentationsindustrie, und der bei der Zuckerproduktion gewonnene Carbonationskalk ist ein wichtiges Düngemittel.

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