Die Qual der Wahl

(djd). Für viele Anlageprodukte bekommen Sparer und Anleger momentan so wenig Zinsen, dass die Inflationsrate oftmals deutlich höher liegt und das Vermögen quasi auffrisst. Daran wird sich mittelfristig wohl nichts ändern – denn die EZB wird angesichts der wirtschaftlichen Schwäche in vielen Ländern der Eurozone an ihrer Politik der niedrigen Zinsen auf absehbare Zeit festhalten.

Von der Energiewende nachhaltig profitieren

Dabei gibt es heute deutlich attraktivere Anlageoptionen als Sparbuch und Co. Das gilt vor allem für ökologische Investments. „Der Anleger investiert mit gutem Gewissen und wird durch hohe Renditen belohnt“, weiß Georg Hetz, Geschäftsführer des unabhängigen Finanzdienstleisters UDI. Auch die neue Bundesregierung werde die Energiewende energisch und massiv vorantreiben müssen – das mache Investments in erneuerbare Energien so attraktiv. „Der Verkauf dieser erzeugten Energie ist sogar über Jahre hinaus gesetzlich garantiert“, betont Hetz.

Unüberschaubares Angebot

Wer sein Geld unter nachhaltigen, ökologischen Gesichtspunkten anlegen möchte, findet heute ein großes Angebot vor – und muss auf eine mehr als marktgerechte Verzinsung nicht unbedingt verzichten. Bei der Auswahl eines solchen nachhaltigen Investments ist allerdings einiges zu beachten. „Genau hinschauen sollten Sparer vor allem bei der Mittelverwendung. Die von Fondsanbietern bereitgestellten Informationen etwa sind sehr unterschiedlich detailliert“, betont Georg Hetz. Einige Anbieter beließen es bei allgemeinen Angaben, andere würden eine ausführliche Übersicht zur Mittelverwendung veröffentlichen.

Der Blick ins Kleingedruckte

Hetz weist zudem darauf hin, dass der Begriff „Nachhaltigkeit“ gesetzlich nicht definiert ist, schlimmstenfalls könne damit auch Etikettenschwindel betrieben werden: „Anleger sollten sich die Nachhaltigkeitskriterien bei einem Öko-Investment deshalb genau anschauen und überprüfen.“ Last, but not least ist auch bei der Öko-Geldanlage der Blick ins Kleingedruckte entscheidend. „Sparer sollten auch hier Vertragslaufzeiten, Kündigungsmöglichkeiten, Mindestanlagesummen und vor allem die teilweise erheblichen Zinsunterschiede beachten und Angebote vergleichen“, rät Georg Hetz. Mit attraktiven und zugleich sicheren Öko-Investments könne man heute in jedem Fall eine bessere Rendite erzielen als mit Sparbuch und Co. Mehr Informationen beispielsweise zu geschlossenen Erneuerbaren-Energie-Fonds gibt es unter http://www.udi.de im Internet.

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