Die PTB – eine 125-jährige Erfolgsgeschichte

Vor 125 Jahren wurde das wissenschaftliche Messen geboren. Werner von Siemens war es, der 1887 die Gründung eines Staatsinstitutes „für die experimentelle Förderung der exakten Naturforschung und der Präzisionstechnik“ initiierte. Dies war die Geburtsstunde der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt (PTR), der ersten staatlichen, außeruniversitären Großforschungseinrichtung, und der Beginn einer messtechnischen Erfolgsgeschichte. Am 17. Oktober vor 125 Jahren nahm die PTR im Hauptgebäude der heutigen TU Berlin mit der technischen Abteilung ihre Arbeit auf. Zu diesem historisch bedeutsamen Anlass veranstaltet die PTB am 17. Oktober 2012 eine Vortragsveranstaltung zur modernen Metrologie im Audimax der TU und feiert anschließend die Einweihung des aufwändig renovierten Observatoriums, des ältesten Gebäudes der PTB.

Die erste Station des Tages ist das Audimax der TU Berlin. Anhand dreier Vorträge wird an markanten Beispielen die Bedeutung der Metrologie beleuchtet. Die Vorträge beschäftigen sich mit den Themen Neudefinition der physikalischen Basiseinheiten, zukünftige Chip-Technologie und moderne medizinische Bildgebung. Bei der eigentlichen Jubiläums-Festveranstaltung geht es dann weniger um wissenschaftliche Genauigkeit, sondern um die bauhistorische Einordnung des Gesamtensembles auf dem Stammgelände der PTB in Berlin-Charlottenburg. „Hauptdarsteller“ ist das Observatorium als das älteste Gebäude, das sorgfältig unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten renoviert worden ist und an diesem Tag offiziell und feierlich eingeweiht werden soll. Das historische Gebäude, im Inneren ausgestattet mit modernster Laborausstattung für die medizinische Messtechnik, steht als Bindeglied zwischen Tradition und Moderne.

Zu der Vortragsreihe im Audimax der TU Berlin und der Festveranstaltung auf dem Gelände der PTB sind Medienvertreter herzlich eingeladen. Bitte teilen Sie uns Ihre Teilnahme bis spätestens Freitag, 12. Oktober 2012, per E-Mail an presse@ptb.de mit.

Tagesprogramm 17. Oktober 2012

Vorträge zur modernen Metrologie
Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10626 Berlin, Hauptgebäude, Audimax
Zeit: 13:00 – 15:20 Uhr; die Vorträge sind öffentlich

Prof. Dr.-Ing. Paul Uwe Thamsen / 1. Vizepräsident der Technischen Universität Berlin
Eröffnung und Grußworte

Prof. Dr. Ernst O. Göbel / Präsident der PTB, 1995-2011
„Pikoampere und Mikrogramm – Messen am Limit“

Prof. Dr. Michael Kaschke / Vorsitzender des Vorstands der Carl Zeiss AG
„EUV-Lithographie – Geht es weiter mit Moores Gesetz?“

Prof. Dr. Hermann Requardt / Mitglied des Vorstands der Siemens AG
„Die Vermessung des Patienten – moderne medizinische Diagnostik“

15:20 Uhr Fußweg aus dem Audimax zum Observatorium des Instituts Berlin der PTB

Observatoriumseinweihung und Festveranstaltung
Ort: Physikalisch-Technische-Bundesanstalt, Abbestr. 2-12, 10587 Berlin
(Dieser Teil der Veranstaltung ist geladenen Gästen, Mitarbeitern und Medienvertretern vorbehalten.)

15:50 Uhr Einweihung des Observatoriums

Die feierliche Zeremonie zur offiziellen Einweihung des Observatoriums mit dem Banddurchschnitt wird von einem Highlight zum Thema „Tradition trifft Moderne“ begleitet. Ruprecht von Siemens, der Urenkel des Gründungsvaters Werner von Siemens, wird mit einem Oldtimer anreisen. Der Präsident der PTB und die Berliner Staatssekretäre werden in Berlin zusteigen und gemeinsam zu einem Fototermin vorfahren.

16:20-17:20 Uhr Festveranstaltung

Die Festveranstaltung im Hermann-von-Helmholtz-Bau auf dem Gelände der PTB wird von Herrn Prof. Dr. Joachim Ullrich, Präsident der PTB, eröffnet. Die Staatssekretäre Dr. Bernhard Heitzer, Rainer Bomba und Nicolas Zimmer entrichten ihre Grußworte. Den Festvortrag „Ein Schmuckkästchen für die Physik“ wird Prof. Dr. Hans Koch, Leiter des Instituts Berlin der PTB, halten. Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Schäche wird ein von ihm, Brigitte Jacob und Norbert Szymanski neu veröffentlichtes Buch „Bauten für die Wissenschaft. Die Physikalisch-Technische Reichsanstalt/Bundesanstalt Berlin-Charlottenburg 1887–2012.“ vorstellen.

Ab 17:30 Uhr erhalten alle die Möglichkeit, das Observatorium in seinem heutigen Zustand zu besichtigen.

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