Die Nieren schützen: Neue Studie geht von 2 Millionen Menschen mit chronischer Nierenkrankheit aus

Ausscheidung von giftigen Substanzen, Regulation des Wasser- und Elektrolythaushaltes sowie des Säure-Basen-Gleichgewichtes, Entstehungsort für Hormone, die beispielsweise den Blutdruck regulieren: Die Nieren übernehmen im Körper wichtige Aufgaben. Bei einer chronischen Nierenkrankheit werden diese Nierenfunktionen über eine längere Zeit meist unumkehrbar eingeschränkt. Endstadium ist das chronische Nierenversagen, bei dem die Filtrationsfunktion der Nieren so stark gestört ist, dass den Patienten nur noch eine Dialyse oder eine Nierentransplantation helfen kann. Zu den unterschiedlichen Ursachen für die chronische Nierenkrankheit zählen unter anderen Bluthochdruck und Diabetes mellitus.

„Die chronische Nierenkrankheit verläuft in ihren frühen Stadien ohne Symptome und Schmerzen“, erläutert Professor Dr. med. Matthias Girndt, Referent der MEDICA EDUCATION CONFERENCE. „Viele Betroffene wissen daher leider nichts von ihrer Erkrankung, deren Fortschreiten sich durch verschiedene Maßnahmen verlangsamen ließe.“ So müsse es erst gar nicht zu weiteren Nierenschäden und einem Nierenversagen kommen. Bislang lagen nur zu letzterem valide Zahlen für Deutschland vor: Mindestens 80.000 Menschen in Deutschland sind dauerhaft dialysepflichtig, etwa 23.000 Patienten mussten sich einer Nierentransplantation unterziehen.
„Unsere Studie hat ergeben, dass mindestens zwei Millionen Menschen in Deutschland eine chronische Nierenkrankheit mit einer eingeschränkten Nierenfunktion aufweisen,“ sagt Professor Girndt. Insbesondere Diabetiker und Menschen mit Bluthochdruck seien betroffen, diese Erkrankungen verdoppelten bzw. verdreifachten das Risiko für eine chronische Nierenkrankheit sogar. „Dabei sind gerade die so verursachten Nierenerkrankungen vermeidbar“, sagt der Experte, „Sowohl der Zuckerstoffwechsel, als auch der Blutdruck lässt sich heute in der Mehrzahl der Fälle gut einstellen.“ Für die Studie hatten die Autoren die Ergebnisse der bundesweiten „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland 2008-2011 (DESG1)“ ausgewertet und neben den dort einbezogenen Menschen im Alter von 18 bis 79 Jahren auch Abschätzungen zu Menschen mit 80 Jahren und älter getroffen.

„Unsere Studie hat auch ergeben, dass zwei Drittel der Betroffenen von ihrer Nierenerkrankung nichts wussten. In Anbetracht der Zahlen ist es enorm wichtig, Aufklärungs- und Präventionsarbeit zu leisten – um gesunde Nieren zu schützen und bereits bestehende Erkrankungen am Fortschreiten zu hindern,“ betont Professor Girndt. Wie das aussehen kann, dazu spricht der Experte auf der Pressekonferenz zur MEDICA EDUCATION CONFERENCE am 11. April in Mannheim. Die MEDICA EDUCATION CONFERENCE ist eine interdisziplinäre Fortbildungsveranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) und der Messe Düsseldorf, die unter dem Motto „Wissenschaft trifft Medizintechnik“ vom 14. bis 17. November 2016 in Düsseldorf stattfindet. Weitere Informationen unter .

Terminhinweis:
MEDICA EDUCATION CONFERENCE Pressekonferenz:
Wissenschaft trifft Medizintechnik
auf dem 122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für
Innere Medizin (DGIM)

Termin: Montag, 11. April 2016, 11.30 bis 12.30 Uhr
Ort: Dorint Kongress Hotel Mannheim, Saal 12 (Johann Sebastian Bach)
Zugang über: Congress Center Rosengarten
Adresse: Rosengartenplatz 2, 68161 Mannheim

Kontakt für Journalisten:
Pressestelle DGIM/MEDICA EDUCATION CONFERENCE
Anne-Katrin Döbler/Stephanie Priester
Postfach 30 1 20
70451 Stuttgart
Telefon: 0711 8931-605
Telefax: 0711 8931-167
E-Mail:
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Messe Düsseldorf GmbH
Pressereferat MEDICA 2015
Martin-Ulf Koch/ Larissa Browa
Tel. +49(0)211-4560-444/-549
E-Mail:

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