Die Nadel im Heuhaufen klinischer Daten finden

Das Projekt: Innovative Nutzung von Informationen für die klinische Versorgung und Biomarkerforschung (IICCAB)
CBmed hat sich mit dem Projekt IICCAB die innovative Nutzung klinischer Daten für Krankenversorgung und Biomarkerforschung zum Ziel gesetzt. Kern von IICCAB ist die SAP® Connected Health Software. Bei den Daten handelt es sich um alle Inhalte, die bei der klinischen Routinedokumentation anfallen und in elektronischen Patientenakten gesammelt werden. Diese Daten werden inhaltlich interpretiert und mit Biomarkerdaten integriert. Weitere Partner innerhalb IICCAB sind die Medizinische Universität Graz – mit der Biobank Graz, dem Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Dokumentation sowie der klinischen Abteilung für Endokrinologie und Metabolismus – und die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. (KAGes).

Effektive Filterung von relevanten Daten
Anstatt der zeitraubenden Durchsicht umfangreicher Patientenakten sollen Aufarbeitung und Integration dieser umfangreichen Datenquellen mittels der SAP® Connected Health Software eine schnellere Betrachtung relevanter Patienteninformationen für Ärzte ermöglichen. Darüber hinaus sollen Forscher, zeit- und kostensparender als bisher, zielgerichtet qualifizierte Kandidaten für klinische Studien ermitteln können. Bislang war dies ein manueller Prozess, der langwieriges Durchsuchen elektronischer und papierbasierten Patientenakten erforderlich machte.

„Eine besondere Schwierigkeit liegt darin, dass Befundtexte und Arztbriefe, verfasst in der für Ärzte typischen kompakten Fachsprache einen wesentlichen Teil der elektronischen Patientenakte ausmachen“, sagt Dr. Stefan Schulz, Universitätsprofessor für Medizinische Informatik und Leiter des IICCAB-Projekts. „Unser Erfolg hängt daher entscheidend davon ab, wie es uns gelingt, mit Hilfe von Text-Mining-Verfahren die entscheidenden Informationen aus diesen Texten automatisch herauszudestillieren.“

Gezielte Ergebnisse für eine personalisierte Medizin von morgen
Ein typisches Klinikinformationssystem enthält pro Patient tausende oder sogar zehntausende von Datenpunkten, von denen je nach Zeitpunkt und Anlass, nur eine Handvoll nützlich sind. Sie sind in den derzeit gängigen Systemen typischerweise in einer flachen Organisationsstruktur dargestellt. Dadurch sind alle Datenpunkte gleich gewichtet, was es für Ärzte schwierig macht, die vorrangigen Informationen zu finden. Das Fehlen von Mechanismen, die die Gesamtheit der Daten zu einem Patienten auf die entscheidungskritischen Faktoren fokussieren, ist ein erhebliches Hindernis für die Praxis der personalisierten Medizin, welche auf der präzisen Analyse situationsbezogener Patientendaten beruht.
Durch die Bereitstellung einer gezielteren Selektion und Präsentation von Patientendaten plant CBmed, diese Einschränkungen zu überwinden.

Bedeutende Verbesserung bei der Durchführung in klinischen Studien
Diese in IICCAB entwickelte Technologie wird auch erheblichen Einfluss auf die zukünftige Entwicklung der Auswahl von Patienten für klinische Studien haben. Dies ist bekanntlich eine der schwierigsten Hürden bei der Markteinführung neuer Pharma- und Biotech-Produkte. Die weit verbreitete negative Wahrnehmung klinischer Studien, Zeitmangel bei der Patientenversorgung und fehlende Kenntnisse über Versuchsdetails führen dazu, dass rund ein Drittel aller klinischen Studien die vorgegebene Zahl an erforderlichen Studienteilnehmern nicht erreichen. IICCAB schafft die Möglichkeit, geeignete Kandidaten für spezifische klinische Studien automatisch zu identifizieren und diese Informationen innerhalb der elektronischen Patientenakte hervorzuheben. Ärzte können Patienten dann während der Routineversorgung sofort die Studienteilnahme anbieten, was den Rekrutierungsprozess erheblich optimiert. Aus besseren klinischen Studien resultieren bessere Behandlungen und somit Verbesserungen in Lebensqualität und Heilungschancen für diejenigen, die darauf angewiesen sind.

Es ist offensichtlich, dass der Prozess der Studienrekrutierung verbessert werden muss, indem das Zusammenspiel zwischen Forschern, Ärzten und Patienten effizienter wird, mit dem Ziel, die Studienteilnahme und damit die Fortschritte der Medizin und neue Behandlungschancen zu fördern“, sagt Dr. Harald Sourij, Area Leiter „Metabolism & Inflammation“ bei CBmed. „Deshalb haben wir die SAP® Connected Health Software für dieses Projekt ausgewählt. Die enorme Speicherkapazität des Systems unterstützt die Automatisierung des Rekrutierungsprozesses. Wir erwarten, dass dies substantielle Auswirkungen, auf die Art, wie wir in Zukunft Medizin betreiben, haben wird.“

Thomas Laur, SAP Health Global President, meint dazu: „Massive Mengen an Daten über jeden Einzelnen zu akkumulieren und diese Daten effektiv zu nutzen, hat bisher die Fähigkeiten des Gesundheitswesens und deren Industrie überstiegen. In der Aufzeichnung jedes Patienten versteckt sich eine Fundgrube an Informationen, die Ärzten in Zukunft helfen können, sinnvolle Verbesserungen im Leben des Patienten zu erwirken. Wir glauben, dass das IICCAB-Projekt von CBmed einen innovativen Ansatz verfolgt, um die Daten zu korrelieren und zu analysieren, um sehr nützliche und zeitnahe Informationen zu liefern. Wir sind stolz darauf, dass die SAP® Connected Health Software als Motor, der diesen Durchbruch antreibt, ausgewählt wurde.“

CBmed GmbH (Zentrum für Biomarkerforschung in der Medizin)
CBmed ist das europaweit erste Expert Center des Verbundes europäischer Biobanken BBMRI-ERIC (Biobanking and BioMolecular resources Research Infrastructure – European Research Infrastructure Consortium) und verbindet als COMET-gefördertes Kompetenzzentrum exzellente Forschungsinfrastruktur, wissenschaftliche Kompetenz und medizinisches Fachwissen mit nationalen und internationalen Unternehmen für eine systematische Erforschung medizinisch relevanter Biomarker. Die Projekte von CBmed fördern und unterstützen die Entwicklung leicht einsetzbarer, gezielter sowie minimalinvasiver Biomarker für eine präzisere Diagnose, bessere Therapiekontrolle und für personalisierte Patientenbehandlungen. Denn in Zukunft werden neue Therapien nicht mehr Arzneimittel-zentriert, sondern Patienten-zentriert angewandt und entwickelt.

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Kontakt:
Center for Biomarker Research in Medicine
Stiftingtalstraße 5
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