„Die lila Engel sind eine wichtige Stütze für unsere Patienten“

Die "Lila Damen" der Ökumenischen Krankhaushilfe am Universitätsklinikum Heidelberg sind am 6. Februar 2010 für ihre ehrenamtliche Arbeit mit der mit 5.000 Euro dotierten Förderung der Alois Hirdt-Erben und Wieland-Stiftung ausgezeichnet worden.

"Diese Förderung ist eine Wertschätzung für unsere ehrenamtliche Arbeit, die wir seit 27 Jahren leisten", bedankte sich ihre Leiterin Karin Emmer bei der Entgegennahme im Rahmen einer Veranstaltung des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen NCT Heidelberg. Rund 80 Prozent der Heidelberger Patienten, die von den "Lila Damen" betreut werden, leiden an einer Krebserkrankung.

Die wegen ihrer Dienstkleidung als "Lila Damen" betitelten ehrenamtlichen 90 Damen und ein Herr verbringen ein oder zwei Vormittage pro Woche im Universitätsklinikum Heidelberg und kümmern sich dort in den Ambulanzen und Stationen um Patienten und Angehörige. Durch das Angebot von Getränken, Keksen und Gesprächen sorgen sie für ein angenehmes Klima und für Entlastung in angespannten Situationen.

"Manchmal ist es nur ein Blick oder ein Lächeln"

"Dass sich unsere Patienten im großen Apparat Klinikum aufgehoben fühlen, ist ein wesentlicher Verdienst der Ökumenischen Krankenhaus-Hilfe. Die Lila Damen sind eine wichtige Stütze für unsere Patienten", begründete Professor Dr. Dr. Jürgen Debus, Ärztlicher Direktor der Heidelberger Universitätsklinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie, die Vergabe.

"Manchmal ist es einfach nur ein Blick oder ein Lächeln, ein offenes Ohr oder manchmal auch eine kleine Besorgung oder einfach, dass man mal die Blumen frisch macht. Viele Patienten kommen von weit her und haben nicht ständig Besuch", beschreibt Frau Emmer ihre Arbeit. Auch die Angehörigenbetreuung spiele eine große Rolle, sei es in den Intensivstationen oder vor den Operationssälen. Im hektischen Klinikalltag sei ein freundliches Wort meist das, was Patienten und Angehörigen gut tue. Sie sprechen über Familie, Bücher, die gerade gelesen werden, helfen Wege zu finden oder organisieren auch mal eine Unterkunft für die Angehörigen. Emsig sind sie in der Medizinischen und Chirurgischen Klinik, der Kopf-, Frauen- und Kinderklinik auf den Gängen und Stationen unterwegs, und ab Frühsommer 2010 dann auch im neu eröffneten Gebäude des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen NCT Heidelberg.

Preisgeld wird für Fortbildung verwendet

Die 5.000 Euro kommen den Lila Damen und ihren Schützlingen zugute: Ende März werden sie im Heidelberger Waldpiratencamp an einem Seminar mit dem Schwerpunkt "Hilfe und Begleitung onkologischer Patienten" teilnehmen.

Die Heidelberger Alois Hirdt-Erben und Wieland-Stiftung wurde aus dem Nachlass eines ehemaligen Oberarztes der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie gegründet. Sie vergibt den mit 50.000 Euro dotierten Anita- und Cuno-Wieland-Preis für herausragende klinisch-onkologische Forschung sowie eine Förderung über 5.000 Euro für soziale Projekte im Bereich der Onkologie.

Weitere Informationen im Internet:
www.klinikum.uni-heidelberg.de/Lila-Damen.103863.0.html

Bei Rückfragen von Journalisten:
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Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.600 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.400 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

www.klinikum.uni-heidelberg.de

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse
(idw, 02/2010)

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