Die Last am Lernen – Haltungsschäden durch zu schwere Schulranzen

Ärztliche Untersuchungen belegen, dass immer mehr Kinder im schulpflichtigen Alter Haltungsschäden zeigen, in deren Folge es zu Wirbelsäulen-Verkrümmung und Schädigung der Bandscheiben kommt. Als eine der Hauptursachen für diese Beschwerden nennen Wissenschaftler zu schwere bzw. falsch gepackte oder falsch getragene Schulranzen. Durch welche Aspekte Sie diesem Problem begegnen können, erläutern wir Ihnen hier.

Rechtzeitig beginnende Konditionierung

Einseitige oder nährstoffarme Mahlzeiten und mangelnde Bewegung sorgen bei vielen Kindern in der Übergangsphase vom Kindergarten- zum Schulalltag für eine auffallend schlechte Kondition. Zahlreiche Erstklässler haben eine nur unzureichend ausgebildete Rumpf- und Rückenmuskulatur, sind wenig belastbar und verfügen über eine zu geringe physische Ausdauer. Daher ist es wichtig, die körperliche Leistung von Schulanfängern durch rechtzeitig beginnende Übungen zu verbessern. Hilfreich sind hier vor allem Lauf- und Bewegungsspiele oder regelmäßig zurückgelegte Fußmärsche.

Hochwertige Ausstattung

Ob bzw. wie stark ein Schulranzen den Rücken eines Kindes belastet, hängt wesentlich von seiner Ausstattung ab. Neben ausreichender Stabilität und Standsicherheit sollte das Modell vor allem eine ergonomisch geformtes Rückseite aufweisen, welche den natürlichen Verlauf der Wirbelsäule imitiert. Um das Gewicht des Ranzens und seines Inhalts optimal auf den gesamten Körper zu verteilen, helfen breite, gepolsterte Schultergurte. Diesen Anforderungen werden die rückengerechten Schulranzen von step by step auf’s Vorbildlichste gerecht.

Schonendes Tragen

Die beste Ausstattung und die beste Marke aber nutzen nichts, wenn der Schulranzen falsch getragen wird. Im „geschulterten“ Zustand sollte seine obere Kante eine Linie mit den Schultern bilden, stets waagerecht verlaufen und an beiden Schulterblättern anliegen. Dazu ist es notwendig, den Ranzen mit beiden Gurten zu tragen und diese straff anzuziehen. Das Tragen an nur einem Gurt oder in der Hand belasten die Wirbelsäule einseitig und führen zu einer ausgleichenden Schieflage des Körpers, welche die Bandscheiben, die Wirbelsäule und die Rückenmuskulatur unnötig beanspruchen bzw. belasten und Folgeschäden nach sich ziehen.

Geringes Gewicht

Weil die Knochen in Wachstumsphasen empfindlich auf Überlastungen reagieren, darf der gepackte Schulranzen nicht mehr als 20% des kindlichen Körpergewichts betragen. Um das zu gewährleisten, ist eine regelmäßige Kontrolle des Inhalts notwendig. Nicht benötigte Dinge sollten entfernt oder in der Schule belassen, schwere Gegenstände wie großformatige Atlanten, Sammelordner und dergleichen möglichst in Rückennähe gelagert werden.

Gesundheit vor Coolness

Dem oft geäußerten Wunsch nach einem Rucksack sollten Eltern nicht zu früh nachgeben. Obgleich dieser wesentlich leichter ist als ein Ranzen, gewährleistet er nur unzureichende Stabilität und verfügt oft über eine zu geringe Polsterung, um im Rückenbereich für Druckausgleich zu sorgen. Zudem werden bei diesen Varianten des Schulranzens die Gurte häufig zu lang eingestellt. Das führt zu einer Zug- bzw. Hebelwirkung, infolge derer die Kinder eine ungesunde Körperhaltung einnehmen und die Belastung von Knochen, Gelenken und Muskeln unnötig erhöhen.

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