Die Göttin für Gesundheit ist zufrieden!

Für Simone Napirei-Evermann, Leiterin der ZSVA’s und maßgeblich verantwortlich für die erfolgreiche Zertifizierung, und ihre Teams war es ein langer und arbeitsreicher Weg. Galt es doch, zunächst ein Qualitäts- und Risikomanagementsystem zu etablieren und anzuwenden, das den aktuellen Anforderungen nach DIN EN ISO 9001:2008, DIN EN ISO 13485:2003+AC:2007, DIN EN ISO 14971:2007 und den Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention des Robert Koch-Instituts sowie dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte genügen muss.

„Das klingt nicht nur schwierig, das ist es auch. Die Erfüllung dieser hohen Qualitätsstandards hilft jedoch, Menschenleben zu schützen, deshalb sind wir als Universitätsklinikum diesen Weg aus voller Überzeugung gegangen“, verdeutlicht Simone Napirei-Evermann und ergänzt: „Unsere beiden Zentralen Sterilgutversorgungsabteilungen auf dem Michelsberg und dem Safranberg sind zuständig für 800 verschiedene Arten von Instrumentensieben und über 2.300 Einzelinstrumente bzw. Kleinsets. Die medizinischen Fachdisziplinen, die wir versorgen, verfügen über rund 10.000 unterschiedliche Artikel, die von der einfachen Schere bis zum multifunktionalen Instrument für die minimal invasive Chirurgie reichen.“
Simone Napirei-Evermann macht damit die Dimensionen einer modernen Sterilgutaufbereitung und auch des Zertifizierungsverfahrens deutlich, das eine besonders genaue TÜV-Überprüfung des eigens entwickelten Qualitätsmanagementhandbuchs einschloss. „Dieses Werk mit all seinen Verfahrens- und Arbeitsanweisungen, Formularen und gesetzlichen Vorschriften bildet den Rahmen unserer täglichen Arbeit, die von insgesamt 33 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleistet wird. Diese reinigen, desinfizieren und sterilisieren täglich Instrumente im Wert von zig tausend Euro“, fasst die ZSVA-Leiterin zusammen.

„Von unserem hohen Qualitätsniveau in der Sterilgutaufbereitung profitieren Patienten und Anwender ganz unmittelbar“, ist sich auch Pflegedirektorin und Vorstandsmitglied Anna Maria Eisenschink sicher. Sie weist darauf hin, dass der Instrumentenaufbereitung bei der Prävention nosokomialer Infektionen (durch Mikroorganismen verursachte Erkrankungen, die im zeitlichen Zusammenhang mit einem Aufenthalt in einer medizinischen Einrichtung stehen) eine immer größere Bedeutung zukommt: „Wir behandeln heutzutage immer mehr Patienten mit geschwächter körpereigener Infektionsabwehr; hier spielt u. a. das höhere Durchschnittsalter eine Rolle. Zudem sind aufgrund der Fortschritte in der operativen Technik immer kompliziertere und schwierigere OPs möglich, die ebenfalls zu einem erhöhten Infektionsrisiko beitragen können. Die Zertifizierung ist eine wichtige Grundlage, um aktuelle und künftige Herausforderungen gut meistern zu können.“
(idw, 08/2010)

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