Die Gartenwelten in Südtirol entdecken

(mpt-34) Erst ein Spaziergang durch üppige Nadel- und Laubwälder, danach vorbei an herrlich blühenden Rhododendren und Zierkirschen und zum Abschluss Reis- und Teeterrassen erleben – was sich anhört wie Urlaub in einem fernöstlichen Land, ist ganz in der Nähe zu finden. Nämlich auf Schloss Trauttmansdorff (http://www.trauttmansdorff.it/) inmitten der Südtiroler Alpen. Dort sind insgesamt 80 Gartenwelten zu finden, die rund um das 700 Jahre alte Schloss angelegt wurden. Hier kann man nicht nur unterschiedliche Pflanzen entdecken, sondern erhält auch Einblick in eine faszinierende Naturlandschaft. Mit dabei ist immer der weite Blick auf die Gebirgswelt und die Kurstadt Meran.

Abwechslungsreiche Blütenteppiche

Der Botanische Garten besteht aus vier Themenbereichen. Die Miniaturwälder lassen einen Abstecher nach Asien und Amerika zu, die Sonnengärten spiegeln den Mittelmeerraum wider. Dann findet man noch Terrassen- und Wassergärten, in denen Treppen und Wasserläufe vorherrschen und in den Landschaften Südtirols kann man die heimische Pflanzenwelt kennenlernen. Nicht verpassen sollte man die Sammlung von Zierpflanzen, die von Frühling bis Herbst ein Meer aus Blüten bieten. Schon früh im Jahr beginnt die Tulpen- und Narzissenblüte. Über 200.000 Pflanzen sind dort zu finden. Danach schließen sich die Kamelien, die Pfingstrosen, der Duftlavendel und die Rosen an, ehe es im Sommer mit Lotosblumen, Seerosen und Tausenden von Sonnenblumen weitergeht. Im Herbst schließlich erfreut man sich an Astern, Dahlien und Herbstkamelien. Das ganze Jahr über kann man sich am exotischen Bambuswald, dem Palmenwald, dem urtümlichen Farntal und dem Sinnesgarten erfreuen.

Vielfältige Gärten – mit Kunstobjekten und Erlebnisstationen

Nicht selten wird die Gartenwelt auch als „schönster Garten Italiens“ bezeichnet. Sie macht vor allem die Mischung aus Pflanzen, Kunst und Architektur zu etwas ganz Besonderem. Elf Pavillons präsentieren die Werke zahlreicher Künstler. Da wäre zum Beispiel Matteo Thun mit seiner spektakulären Aussichtsplattform. Oder auch die Statuen und Skulpturen im Italienischen Garten und im Bambusgarten locken die Besucher an. Jung und Alt erfreuen sich außerdem an den Vogelvolieren, dem Bienenhaus und dem Alpenzoo-Schaufenster.

Besonders spannend wird es dann 200 Meter unter der Erde. Dorthin führt ein Tunnel die Besucher, die eine Reise in die „Botanische Unterwelt“ antreten. In mehreren Höhlen kann man so etwas über die Themen Licht, Wasser, Erde, Wurzelwerk und Nährstoffe erfahren. Mit dabei: sprechende Elemente, streitende Nährstoffe und Wurzeln, die plötzlich zu wachsen beginnen.

Musikalisches Naturerlebnis

Von Juni bis August finden in Südtirol die „Gartennächte“ statt. Dabei handelt es sich um eines der bedeutendsten World-Music-Festivals in Norditalien. Unter dem Motto:
„Pflanzen aus aller Welt“ – musikalische Leckerbissen aus verschiedenen Kontinenten werden fünf Gruppen den akustischen Raum der Gärten zum klingen bringen.

Scroll to Top