Die Frau ist Präventionsmanagerin der Familie

Fast 2.000 Menschen ab 14 Jahre wurden befragt. Hierbei bekundeten 64 Prozent der Frauen (sehr) starkes Interesse am Thema Gesundheit. Es sind auch vor allem Frauen, die sehr auf die Gesundheit ihrer Familie, Freunde und Bekannte achten – nämlich rund 75 Prozent. Hingegen kümmern sich derart nur rund 53 Prozent der Männer. Es sind auch überwiegend die Frauen, die sehr viel Wert darauf legen, dass ihr Partner Angebote der Gesundheitsprävention wahrnimmt (ca. 73 Prozent). Immerhin achten darauf aber auch rund 60 Prozent der Männer! Geht es um die eigene Gesundheit, geht die Schere mächtig auseinander: Fast 80 Prozent der Frauen nehmen die jährliche Routineuntersuchung beim Gynäkologen wahr. Rund 48 Prozent gehen zur Mammographie, zirka 67 Prozent tasten sich zu Hause die Brust ab. Es überrascht dagegen das Präventionsverhalten der Männer: Nur etwa 32 Prozent tasten ihre Hoden zu Hause ab und nur weniger als die Hälfte nimmt die jährliche Routine-Untersuchung beim Hausarzt oder Urologen wahr (49 Prozent). Und obgleich der weit überwiegende Teil aller Befragten seine Gesundheitsinforma-tionen vom Arzt bezieht (89 Prozent), schätzen immerhin rund 16 Prozent der Männer ihre Frau bzw. Partnerin als wichtige Informationsquelle. Hingegen gaben nur rund fünf Prozent der Frauen ihren Mann/Partner als Gesundheitsratgeber an. Kreienberg: „Dank dieser Umfrage wurde mir, als Präsident der DGGG, bewusst, dass wir exzellente Arbeit machen. Wir erreichen viele Frauen und der Großteil nimmt unsere Vorsorge-Angebote wahr. Darüber freue ich mich sehr. Diese Zahlen helfen uns aber auch zu erkennen, wo wir noch besser werden können – nämlich indem wir die Frauen auch weiterhin in ihrem Verantwortungsbewusstsein unterstützen. Der direkte Draht, den Gynäkologinnen und Gynäkologen zu den Frauen haben, ermöglicht dies wunderbar.“
(idw, 10/2010)

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