Dicke Beine als Warnsignal

(djd). Langes Stehen oder Sitzen tun nicht gut. Viele Menschen reagieren auf die einseitige Belastung mit dicken Beinen. Geschwollene Füße, Knöchel und Unterschenkel, die durch Wasseransammlungen im Gewebe, sogenannte Ödeme, entstehen, können als Folge einer erblich bedingten Venenschwäche, hormoneller Veränderungen und der Einnahme bestimmter Medikamente auftreten. Gleichzeitig können sie jedoch ein Hinweis auf eine ernste Erkrankung sein, denn die Schwellungen gelten als typisches Symptom von Herzkrankheiten wie etwa einer Herzschwäche.

Strapaziertes Herz

Bei der sogenannten Herzinsuffizienz kann das Herz nicht die erforderliche Pumpleistung erbringen. Ein Druckanstieg in den herznahen Venen führt zu einem Rückstau des Bluts und zieht Ödeme nach sich. Dies führt dann beispielsweise zu vermehrtem nächtlichem Harndrang. Als Ursachen der Herzschwäche kommen chronischer Bluthochdruck, ein früherer Herzinfarkt oder eine Erkrankung der Herzkranzgefäße (KHK) infrage. Ein Risikofaktor, der dabei oft unterschätzt wird, ist ein erhöhter Puls. Denn ein schwaches Herz leidet unter Anstrengungen zusätzlich, weiß der Kirchheimer Kardiologe Dr. med. Norbert Smetak. „Gerade wenn es dauerhaft schneller schlagen muss, wird es noch schwächer durch die Überlastung“, betont der Schirmherr der „Initiative Pulsgesund“, die Betroffenen helfen möchte, ihre Pulsgesundheit zu verbessern. Unter http://www.pulsgesund.de gibt es nützliche Anregungen und Informationen zur idealen Herzfrequenz.

Gesenkter Puls

Um einer chronischen Herzschwäche entgegenzuwirken, werden der Abbau von Übergewicht, eine gesunde Ernährung und körperliche Bewegung empfohlen. Bei Patienten mit starker Herzinsuffizienz könnte zudem eine medikamentöse Behandlung der Herzfrequenz notwendig werden, erklärt Dr. Smetak. „Es gibt im Moment nur Ivabradin zur reinen Pulssenkung“, erläutert der Kardiologe. Das Medikament, das die Schrittmacherzellen des Herzens hemme, werde oft in Kombination mit einem blutdrucksenkenden Beta-Blocker eingesetzt und könne vor allem durch die Senkung der Ruheherzfrequenz zu mehr Lebensqualität beitragen.

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