Diagnose vor Therapie

Damit sich die Zahl der Infektionen durch multiresistente Keime nicht weiter erhöht, werden im Rahmen des InfectoGnostics Forschungscampus Verfahren für die schnelle und kostengünstige Vor-Ort-Analyse von Infektionserregern und ihrer Antibiotika-Resistenz erforscht und entwickelt.

„Nur durch eine schnelle und eindeutige Identifikation der Erreger können Antibiotika gezielt eingesetzt und die weitere Ausbildung von Resistenzen gestoppt werden“, so Prof. Dr. Jürgen Popp, Vorstand und Sprecher des Forschungscampus.

Biochemische Untersuchungen wie die Blutkultur und anschließende Tests liefern diese Ergebnisse erst nach mindestens 24 Stunden. Daher werden oft Breitbandantibiotika verabreicht, um der Infektion so schnell wie möglich entgegenwirken zu können. „In Zeiten steigender Resistenzen ist die initiale Therapie immer häufiger wirkungslos. Es ist aber keine Lösung, jedem Patienten von Beginn an Reserveantibiotika zu geben – wir brauchen daher unbedingt eine schnellere Diagnostik um Resistenzen rechtzeitig zu erkennen“, so Prof. Dr. Mathias Pletz medizinischer Berater des InfectoGnostics-Vorstands und Infektiologe am Universitätsklinikum Jena.

InfectoGnostics Forschungscampus Jena
Der InfectoGnostics Forschungscampus Jena beschreitet neue Wege in der Diagnostik von Infektionen. InfectoGnostics wird durch das BMBF im Rahmen der Förderinitiative „Forschungscampus – öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen“ mit zusätzlicher Unterstützung durch das Land Thüringen gefördert. Etwa die Hälfte des benötigten Etats finanzieren die beteiligten Partner.

Pressekontakt:
Britta Opfer
Tel.: +49 3641/206 033
E-Mail: britta.opfer@ipht-jena.de

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