Diagnose Diabetes – und nun?

(djd). Die Diagnose Typ-2-Diabetes ist für die meisten Patienten eine Hiobsbotschaft. Viele haben Angst, dass sie künftig Insulin spritzen müssen. Doch manchmal kann schon eine Umstellung der Lebensgewohnheiten ausreichen, um den gestörten Zuckerstoffwechsel in den Griff zu bekommen. Dazu gehört vor allem die Reduktion von Übergewicht mittels vermehrter körperlicher Aktivität und einer kohlenhydratreduzierten Diät. Diese Faktoren sind neben einer medikamentösen Behandlung und regelmäßigen Blutzuckermessungen die wichtigsten Säulen der Diabetestherapie.

Bewegung verbrennt Zucker

Positiv betrachtet, kann die Krankheit also ein Ansporn zu einem bewussteren Leben sein. So sollte bei der Ernährung der Fokus künftig auf Obst und Gemüse, Vollkorn und fettarmen Milchprodukten, magerem Fleisch und Fisch liegen. Für das tägliche Sportprogramm – zum Beispiel mit einem Fitnessband – reichen schon 15 Minuten aus. Ergänzend bietet sich an, statt dem Aufzug die Treppe zu nehmen, regelmäßig spazieren zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren. Denn bei jeder Bewegung verbrennen die Muskeln Zucker und das körpereigene Insulin wird besser verwertet. Weitere Tipps, Rezepte, Informationen und die Termine einer regelmäßigen Diabetes-Telefonfragestunde gibt es unter http://www.diabetes-behandeln.de im Internet.

Unterzucker vermeiden

Reichen Lebensstiländerungen alleine nicht aus, sind zusätzlich Medikamente nötig. Die meisten Patienten werden zunächst mit Metformin behandelt, das unter anderem die Freisetzung des gespeicherten Zuckers aus der Leber vermindert. Sollte der Blutzucker dadurch nicht optimal eingestellt werden können, gibt es ergänzende Behandlungsmöglichkeiten. „Die sogenannten DPP-4-Hemmer wie Sitagliptin regulieren die Insulinausschüttung abhängig vom jeweiligen Blutzuckerspiegel“, weiß Professor Dr. Stephan Jacob. Nur wenn dieser – etwa durch Nahrungsaufnahme – steige, werde Insulin freigesetzt, so der Diabetologe aus Villingen-Schwenningen. So würde die Blutzuckerkontrolle verbessert und das Risiko für Unterzuckerungen deutlich reduziert.

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