Diabetes verhindern – Deutsches Zentrum für Diabetesforschung beim Wissenschaftssommer

Mitten auf dem Lübecker Markt und im Rathaus findet für fünf Tage der diesjährige Wissenschaftssommer statt, an dem auch das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD) mit einem interaktiven Stand vertreten ist. In ihrer Eröffnungsrede betont Schleswig-Holsteins Staatssekretärin Dr. Cordelia Andreßen, wie wichtig das Thema Diabetes für die Bevölkerung ist.
„Es ist erschreckend, dass in Deutschland jedes Jahr rund 270.000 Typ-2-Diabetes-Neuerkrankungen auftreten und die Tendenz ist steigend“, erklärt Prof. Martin Hrabé de Angelis, Helmholtz Zentrum München und Vorstandsmitglied des DZD. „Wir möchten mit dieser Ausstellung die Bevölkerung über die Ursachen des Diabetes informieren. Schon Kinder und Jugendliche sollten wissen, dass durch einen gesunden und nachhaltigen Lebensstil das Auftreten eines Typ-2-Diabetes verzögert oder sogar verhindert werden kann.“ Die Resonanz auf die Angebote in Lübeck beweist, dass Aufklärungsbedarf besteht. Zahlreiche Besucher – Familien, Jugendliche und Senioren – kommen zum DZD-Stand und informieren sich über Möglichkeiten der Diabetesprävention und Aktuelles aus der Forschung zu Typ-1- und Typ-2-Diabetes.
Exponate für jedes Alter
Ein Spiegelkabinett lässt die Betrachter dick und dünn erscheinen und führt so eindrucksvoll vor Augen, dass Übergewicht zu Diabetes führen kann. Mit einem Puzzle lernen Kinder spielerisch den Unterschied zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetes. Die Jugendlichen verfolgen fasziniert, woran Wissenschaftler am DZD forschen, um die körpereigene Insulinproduktion, die bei der Zuckerkrankheit gestört ist, zu erhalten und neue Behandlungsmethoden zu entwickeln. Auch ältere Besucher sind von der Ausstellung begeistert. Sie können direkt vor Ort ihr Diabetes-Risiko mit dem Deutschen Diabetes-Risiko-Test® bestimmen und erhalten Ratschläge, wie sich ihr persönliches Risiko nachhaltig senken lässt. So nutzen viele Besucher auch die individuellen Gespräche mit den DZD-Wissenschaftlern vor Ort und Diätassistentinnen vom Campus Lübeck des Uniklinikums Schleswig-Holstein zur Ernährungs- und Diabetesberatung. Viele wollen zukünftig bewusster auf ihre Ernährung achten.
Die Ausstellung ist noch bis zum 6. Juni geöffnet.
Weitere Informationen zum Wissenschaftssommer unter und zum DZD
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Deutsches Zentrum für Diabetesforschung (DZD)
Das DZD wurde 2009 als zweites Deutsches Zentrum für Gesundheitsforschung gegründet. Grundlagenforscher und Klinikärzte arbeiten eng zusammen, um die Forschungsergebnisse aus dem Labor schneller in der Praxis anwenden zu können. Mit modernen biomedizinischen Technologien, großangelegten Studien, neuen Methoden und Forschungsansätzen will das DZD dazu beitragen, die Krankheitsentstehung aufzuklären sowie wirksame und maßgeschneiderte Präventionsmaßnahmen als auch individualisierte, kausale Therapien zu entwickeln. Partner des DZD sind das Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, das Deutsche Diabetes-Zentrum in Düsseldorf, das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke, Institut für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen des Helmholtz Zentrums München an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und das Paul-Langerhans-Institut der Universität Dresden.
www.dzd-ev.de
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Volkskrankheit Diabetes
Aufgrund moderner Lebensgewohnheiten mit üppiger Ernährung bei gleichzeitigem Bewegungsmangel nimmt Diabetes in der Bevölkerung zu. Vorsichtigen Schätzungen zufolge leidet mindestens jeder dreizehnte in Deutschland an Diabetes. Neun von zehn Diabetes-Patienten haben „Alterszucker“, den Typ-2-Diabetes. Zurzeit werden etwa 6 Millionen Menschen mit Typ-2-Diabetes behandelt. Und die Aussichten sind auf Grund der stark steigenden Tendenz düster. Geht man heute weltweit von etwa 285 Millionen Menschen mit Diabetes aus, so sprechen Prognosen von 480 Millionen im Jahr 2030.

Ansprechpartner für Medien:
Deutsches Zentrum für Diabetesforschung
Dr. Astrid Glaser
Geschäftsführerin
Öffentlichkeitsarbeit
Ingolstädter Landstr. 1
85764 Neuherberg
Tel: 089-3187-1619
Fax: 089-3187-2223
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