Diabetes Kongress 2017:Neue Präventions- und Behandlungskonzepte: Der Rolle von Genen, Lebensstil u

Nahrungsüberfluss und zu wenig Bewegung sind neben einer erblichen Veranlagung dafür verantwortlich, dass immer mehr Menschen übergewichtig und adipös (fettleibig) werden. Übergewicht wiederum ist einer der zentralen Faktoren für Typ-2-Diabetes. „Die translationale Forschung verbindet Grundlagenforschung und klinische Anwendung, um aufzuklären, warum manche Menschen bei ungesunder, fett- und kohlenhydratreicher Kost dick und krank werden, andere hingegen nicht und wieso eine bestimmte Therapie nicht bei allen Menschen mit Diabetes Typ 2 gleichermaßen gut anschlägt“, erklärt Professor Dr. rer. nat. Annette Schürmann, Sprecherin des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung e.V. (DZD) und Leiterin der Abteilung Experimentelle Diabetologie am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE).

„Lebensstilbedingte Erbgutveränderungen sind einer der Schlüssel dafür, wie ein Organismus auf bestimmte Nahrungsmittel reagiert und wie eine Diabeteserkrankung individuell verläuft.“ Sie wirken sich auf den Stoffwechsel der Person, bei der sie zuerst aufgetreten sind sowie auch auf den ihrer Nachkommen aus. Professor Schürmann erläutert: „Wir haben zum Beispiel an Mäusen bestimmte epigenetische Veränderungen identifiziert, die abhängig von der Ernährung das Entstehen einer Fettleber begünstigen. Auch bei Menschen mit einer Leberverfettung fanden wir solche Markierungen am Erbgut, von denen sich einige sogar in Blutzellen nachweisbar waren. Diese könnten zukünftig als diagnostische oder prognostische Marker bei Diabetes dienen.“ Darüber hinaus steht unter anderem im Fokus der Forschung, inwieweit epigenetische Veränderungen umkehrbar sind und wenn ja, auf welche Weise.

„Wenn es uns schon gelänge, früh zwischen den Patienten zu unterscheiden, die auf bestimmte Lebensstilveränderungen oder medikamentöse Behandlungen erfolgreich reagieren oder nicht, könnte dies in Zukunft viel persönliches Leid verhindern und unser Gesundheitssystem entlasten“, betont Professor Schürmann.

Alle Informationen zum Diabetes Kongress 2017 (24. bis 27. Mai in Hamburg) sind im Internet unter www.diabeteskongress.de zu finden. Kurzfilme mit Interviews und Beiträgen zum Diabetes Kongress 2017 finden Interessierte in der Mediathek.

Terminhinweise für Journalisten:

Vorab-Pressekonferenz in Berlin
„Diabetes-Kongress 2017 / Wahljahr 2017 – Forderungen der DDG“
Termin: Mittwoch, 17. Mai 2017, 11.00 bis 12.00 Uhr
Ort: Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz, Raum 4
Anschrift: Schiffbauerdamm 40/Ecke Reinhardstraße 55, 10117 Berlin

Themen und Referenten:

Digitalisierung als Chance für eine patientenzentrierte Begleitung der Betroffenen
Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland
Kongresspräsident Diabetes Kongress 2017, Vizepräsident und Mediensprecher der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), Medizinische Klinik I, Universitätsklinikum der RWTH Aachen
Sowie
Manuel Ickrath
Sprecher Task Force Digitalisierung in der Deutschen Diabetes Gesellschaft, Herausgeber Digitalisierung in der Diabetes Zeitung (DiaTec-Journal) Unternehmensberater für Verlage, Unternehmen der Diagnostik-und Pharmaindustrie sowie für Verbände in der Diabetesszene

Grundlagen- und Versorgungsforschung als Voraussetzung für eine innovative Patientenversorgung
Professor Dr. rer. nat. Annette Schürmann
Kongresspräsidentin Diabetes Kongress 2017, Vorstandsmitglied der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), Sprecherin des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung e.V. (DZD) und Leiterin der Abteilung Experimentelle Diabetologie am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)

Versorgungssituation in der Diabetologie und die Bedeutung der Sprechenden Medizin
Professor Dr. med. Baptist Gallwitz
Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), Stellvertretender Direktor, Medizinische Klinik IV, Eberhard Karls Universität Tübingen

Wie ein Nationaler Diabetes-Plan im Kampf gegen Diabetes hilft – die Bedeutung der Prävention
Dr. Dietrich Garlichs
Geschäftsführer der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG),
Sprecher Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK)
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1. Kongress-Pressekonferenz anlässlich des Diabetes Kongresses 2017 in Hamburg
52. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)
„Die Zukunft der Versorgung“
Termin: Donnerstag, 25. Mai 2017, 11.00 bis 12.00 Uhr
Ort: Hamburg Messe & Congress GmbH, Raum Prag, 2. Obergeschoss
Anschrift: Messeplatz 1, 20357 Hamburg

Vorläufige Themen und Referenten:

Ökonomisierung in der Medizin
Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland
Kongresspräsident Diabetes Kongress 2017, Vizepräsident und Mediensprecher der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), Medizinische Klinik I, Universitätsklinikum der RWTH Aachen
Sowie
Professor Dr. med. Petra-Maria Schumm-Draeger
Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), Ärztliche Direktorin Zentrum / Innere Medizin /Fünf Höfe, München

Optimale Versorgung multimorbider Patienten – Diabetologie 2025
Professor Dr. med. Baptist Gallwitz
Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), Stellvertretender Direktor, Medizinische Klinik IV, Eberhard Karls Universität Tübingen
Sowie
Dr. med. Nikolaus Scheper
Vorstandsvorsitzender des Berufsverbandes Niedergelassener Diabetologen e.V. (BVND), Marl

Delegationsvereinbarungen in der Diabetologie 2017
Dr. rer. medic. Nicola Haller
Ärztehaus am Vincentinum, Augsburg, Vorsitzende VDBD, stellvertretende Vorsitzende diebetesDE Deutsche Diabetes Hilfe

Digitalisierung in der Diabetestherapie: Wie verbessert sie die Patientenbetreuung? (Erste) Erfahrungen und Zukunftsaspekte
Professor Dr. med. Lutz Heinemann
Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Diabetes & Technologie der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)
Sowie
Manuel Ickrath
Sprecher Task Force Digitalisierung in der Deutschen Diabetes Gesellschaft, Herausgeber Digitalisierung in der Diabetes Zeitung (DiaTec-Journal) Unternehmensberater für Verlage, Unternehmen der Diagnostik-und Pharmaindustrie sowie für Verbände in der Diabetesszene

Keine Heilung ohne Forschung: Neue Erkenntnisse aus der Verbundforschung
Professor Dr. Dr. h.c. Martin Hrabĕ de Angelis
Direktor des Instituts für Experimentelle Genetik am Helmholtz Zentrum München
Lehrstuhl für Experimentelle Genetik, Technische Universität München
Vorstand des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung DZD
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2. Kongress-Pressekonferenz anlässlich des Diabetes Kongresses 2017 in Hamburg
52. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)
„Forschung, Innovationen und Klinik“
Termin: Freitag, 26. Mai 2017, 11.15 bis 12.15 Uhr
Ort: Hamburg Messe & Congress GmbH, Raum Prag, 2. Obergeschoss
Anschrift: Messeplatz 1, 20357 Hamburg

Vorläufige Themen und Referenten:

Nachwuchs-Förderung der DDG
Professor Dr. rer. nat. Annette Schürmann
Kongresspräsidentin Diabetes Kongress 2017, Vorstandsmitglied der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), Sprecherin des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung e.V. (DZD) und Leiterin der Abteilung Experimentelle Diabetologie am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)

Neue Behandlungsmethoden für Menschen mit Typ-1-Diabetes
Professor Dr. med. Olga Kordonouri
Chefärztin am Diabeteszentrum für Kinder und Jugendliche, Kinderkrankenhaus AUF DER BULT, Hannover

Den Patienten eine Stimme geben
Dr. med. Jens Kröger
niedergelassener Internist und Diabetologe am Zentrum für Diabetologie Hamburg Bergedorf und Vorstandsmitglied bei diabetesDE-Deutsche Diabetes Hilfe

Wie viele Kinder und Jugendliche in Deutschland sind von einem Typ-1-Diabetes betroffen? Ursachen und Prognosen
Professor Dr. med. Andreas Neu
Oberarzt der Diabetes-Ambulanz der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin Tübingen

Pflegenotstand, Pflegeweiterbildung: Diabetes-Versorgung von Alt und Jung in der Zukunft
Dr. med. Jürgen Wernecke
Chefarzt der Klinik für Diabetologie u. Med.-Geriatrische Klinik am Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg

Kontakt für Journalisten:
Pressestelle Diabetes Kongress 2017
Anne-Katrin Döbler/ Julia Hommrich/Corinna Deckert
52. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)
Postfach 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel: 0711 8931 423, Fax: 0711 8931-167
hommrich@medizinkommunikation.org

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