DGPs und Fakultätentag Psychologie begrüßen Referentenentwurf zur Psychotherapieausbildung

Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) und der Fakultätentag Psychologie (FTPs) begrüßen die im Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit vorgesehenen Veränderungen der Ausbildung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten. Aus Sicht von DGPs und FTPs sind sie geeignet, eine qualitativ hochwertige akademische Ausbildung mit dem Erwerb praktischer Handlungskompetenzen zu verknüpfen.
„Die akademische Psychologie wird sich auf diese Änderungen einstellen und einen polyvalenten Psychologiestudiengang im Bachelor anbieten, der sowohl für eine spätere Psychotherapie-Approbation als auch auf andere psychologische Arbeitsfelder vorbereitet“ sagt DGPs-Präsidentin Birgit Spinath. „Durch einen Master mit Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie kann dann die Voraussetzung zur Approbationsprüfung in Psychotherapie erreicht werden. Zusätzlich sollen andere Master-Angebote der Psychologie ausgebaut werden“.

Psychologie ist Basiswissenschaft der Psychotherapie

Der Referentenentwurf mache deutlich, dass mit dem vorgesehenen Studium zur Approbation in Psychotherapie die Psychologie als Basiswissenschaft der Psychotherapie unverzichtbar ist. „Es ist ein echter Vorteil, dass auf dem Weg zur Approbation in Psychotherapie auch die akademischen Psychologie-Abschlüsse Bachelor und Master erreicht werden können“ sagt der Vorsitzende des Fakultätentages Psychologie, Professor Markus Bühner. Ein in entsprechender Weise gestaltetes Studium enthalte sowohl die notwendigen theoretischen Grundlagen als auch umfangreiche Praxisanteile. In der an die Approbation anschließenden Weiterbildung können dann vor allem die Schwerpunkte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie sowie Psychotherapie für Erwachsene gewählt werden. Mit der Reform werden zahlreiche Probleme der jetzigen Ausbildung gelöst, und der akademische Heilberuf wird qualitativ wesentlich aufgewertet. Mit den neuen Regeln wird der Patientenschutz auf hohem wissenschaftlichen Niveau gesichert. Es werden außerdem Grundlagen für eine zukunftsorientierte Krankenversorgung im zunehmend wichtigen Bereich psychischer Erkrankungen geschaffen.
Aus Sicht der DGPs und des FTPs besteht allerdings noch Klärungsbedarf insbesondere hinsichtlich der Konkretisierung der Approbationsordnung, der Finanzierung des Studiums sowie der Sicherung von Interessen der jetzigen Studierenden in Hinblick auf die Übergangsregelungen.

Die ausführliche Stellungnahme zum Referentenentwurf kann hier abgerufen werden:
https://www.dgps.de/uploads/media/PsychThG__DGPs_FTPs_Stellungnahme_BMG20190129Final.pdf

FAQ zum Referentenentwurf finden Sie hier: https://psychotherapie.dgps.de/faq/

Kontakt bei Rückfragen:
Prof. Dr. Birgit Spinath
Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie
Tel.: +49 6221 547355
E-Mail: Birgit.Spinath@psychologie.uni-heidelberg.de

Prof. Markus Bühner
Vorsitzender des Fakultätentages Psychologie
E-Mail: buehner@lmu.de

Prof. Dr. Winfried Rief
Vorsitzender der Kommission Psychologie und Psychotherapieausbildung der DGPs
Ansprechpartner für Details der Psychotherapieausbildung, der Versorgung und alle Fragen rund um die Vernetzung von Psychologiestudium, Psychotherapieausbildung
Tel.: +49 6421 282 3657
E-Mail: riefw@staff.uni-marburg.de

Pressestelle der DGPs:
Dr. Anne Klostermann
Pressereferentin DGPs
E-Mail: pressestelle@dgps.de
Tel.: 030 280 47718

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