DGP verleiht den Anerkennungs- und Förderpreis „Ambulante Palliativversorgung“ 2016

Als preiswürdig erwiesen sich nach Bewertung der DGP-Jury unter Leitung von Prof. Dr. Gerhild Becker in diesem Jahr drei der 13 eingereichten Arbeiten. Entlang der Bewertungskriterien Relevanz, Originalität, Realisierung und Qualitätssicherung wurden zwei gleichwertige zweite Preise und ein erster Preis vergeben.

1. Preis:
Josef Hell/Sabine Brantner: „Integrierte Hospiz- und Palliativversorgung im Landkreis Mühldorf am Inn – „Zeitintensive Betreuung“. Modellprojekt zur Unterstützung der Allgemeinen Palliativversorgung
Die Arbeit beschreibt in einem Gesamtkonzept von Hospiz- und Palliativversorgung Leistungsbereiche für die sektorenübergreifende Vernetzung unterschiedlicher Landkreise. Perspektivisch soll die notwendige zeitintensive Betreuung von Patienten durch weitere Vernetzung der Primärversorger und Stärkung früh-zeitiger Integration palliativer Versorgung befördert werden. Hervorragend gelungen ist aus Sicht der Jury die Darlegung von Herausforderungen, die mit diesem Modell für die ambulante Praxis verbunden sind.

2. Preis:
Daniela Gorke, Dirk Wingertszahn, Christina Gann, Andrea Belgutay, Jan Gramm, Bernd Oliver Maier: „Schwerkranke Menschen begleiten und unterstützen“ – Eine Seminarreihe für Angehörige
Dieses Pilotprojekt des St. Josefs Hospitals Wiesbaden dient dem Ziel der Entwicklung und Durchführung einer bedürfnisorientierten psychoedukativen Seminarreihe für Angehörige palliativer Patienten.
Mithilfe einer systematischen Literaturrecherche wurden der aktuelle Forschungsstand zu empirisch erhobenen unerfüllten Bedürfnissen von Angehörigen palliativer Patienten ausgewertet und bereits untersuchte Interventionen für Angehörige in Bezug auf ihre Wirksamkeitsfaktoren betrachtet. Die Jury bewertet das Projekt als besonders gelungenen Theorie-Praxis-Transfer, mit dem eine hohe Praxisrelevanz und überregionale Übertragbarkeit verbunden ist.

2. Preis:
Franziska Salomon/ Franziska Scholz: „Am Lebensende zu Hause sein“. Überleitungsmanagement aus dem Krankenhaus in die spezialisierte ambulante Palliativversorgung.
Im Rahmen einer Bachelorarbeit wurden mithilfe von Expertenbefragungen Chancen und Heraus-forderungen im Überleitungsmanagement von palliativen Patienten mit einem Anspruch auf eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) dargestellt. Bestehende regionale Versorgungs-strukturen in Berlin wurden dem angrenzenden Brandenburger Umland gegenübergestellt und Umsetzungshindernisse in der sektorenübergreifenden Zusammenarbeit aufgezeigt. Resümierend werden sieben Handlungsfelder als Grundlage für die Verbesserung der Patientenüberleitung in die Häuslichkeit vorgestellt. Die Arbeit weist durch ihren multidisziplinären Schwerpunkt eine hohe Praxisrelevanz auf.

Myriam Heine, Medical Director des Geschäftsbereichs Deutschland der Grünenthal GmbH, gratulierte den drei Preisträgerteams im Namen Grünenthals und zeigte sich beeindruckt von der erneut hohen Qualität der eingereichten Arbeiten: „Die Tatsache, dass der eigentlich für nur einen Preisträger gedachte Anerkennungs- und Förderpreis für „Ambulante Palliativversorgung“ in diesem Jahr auf drei Bewerberteams aufgeteilt wird, zeigt, wie überzeugend das Gros der eingereichten Bewerbungen erneut war. Ich freue mich, dass nun gleich mehrere hochengagierte und kompetente Teams das erfahren, was der Preis erreichen möchte: Anerkennung und Förderung!“

„Mit diesem Förderpreis möchten wir auch gerade junge Forscherinnen und Forscher ermutigen, ihre Arbeit einzureichen“, betonte Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, der sich erfreut darüber zeigte, dass auch zwei Autorinnen einer Bachelorarbeit ausgezeichnet werden konnten. Radbruch dankte bei der Preisübergabe insbesondere für die verlässliche und wertvolle Unterstützung der Stifter seit bald zehn Jahren, mit deren Hilfe die Fortentwicklung der Palliativmedizin im ambulanten Bereich in den vergangenen Jahren deutlich gefördert werden konnte.

Über die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin
Die 1994 gegründete Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin steht für die interdisziplinäre und multiprofessionelle Vernetzung aller in der Palliativmedizin Tätigen und verzeichnet mehr als 5.300 Mitglieder aus der Medizin, der Pflege und weiteren in der Palliativversorgung tätigen Berufsgruppen. Anliegen der wissenschaftlichen Fachgesellschaft ist es, die Fortentwicklung der Palliativmedizin interdisziplinär und berufsgruppenübergreifend auf allen Ebenen zu fördern.
Weitere Informationen unter: www.palliativmedizin.de

Über Grünenthal
Die Grünenthal Gruppe ist ein unabhängiges, international tätiges, forschendes Pharmaunternehmen in Familienbesitz mit Konzernzentrale in Aachen. Wir sind ein unternehmerischer Spezialist, der den Patienten echten Nutzen bringt. Durch unsere nachhaltige Investition in Forschung und Entwicklung über dem Branchendurchschnitt verpflichten wir uns der Innovation, um medizinische Versorgungslücken zu schließen und nutzenbringende Produkte auf den Markt zu bringen. Grünenthal ist ein Unternehmen mit vollständig integrierter Forschung und Entwicklung; wir verfügen über langjährige Erfahrung in innovativer Schmerzbehandlung und der Entwicklung modernster Technologien für den Patienten. Die Grünenthal Gruppe ist in insgesamt 32 Ländern mit Gesellschaften in Europa, Lateinamerika und den Vereinigten Staaten vertreten. Grünenthal-Produkte sind in mehr als 155 Ländern erhältlich und knapp 5.400 Mitarbeiter arbeiten weltweit für die Grünenthal Gruppe. Der Umsatz 2015 betrug 1,2 Mrd. €. Weitere Informationen unter: www.grunenthal.de

Kontakt: Grünenthal GmbH
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Leitung Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0241 569-3383
Fax: 0241 569-1511
stephan.frings@grunenthal.com

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin
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Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030 30 10 100 13
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