DGP: Rückkehr zur Sachlichkeit: Lungenärzte begrüßen Leopoldina-Empfehlung zu Luftschadstoffen

„Die Stellungnahme der Leopoldina bringt endlich wieder Sachlichkeit in die entgleiste polarisierende Schadstoffdebatte“, kommentiert Professor Dr. med. Klaus F. Rabe, Pastpräsident der DGP. Ebenfalls zu begrüßen sei die Forderung der Leopoldina, von der Fokussierung auf Stickoxide abzurücken, sagt Professor Dr. med. Michael Pfeifer, der im März turnusgemäß das Amt des DGP-Präsidenten übernommen hat. „Wir haben es in der Außenluft immer mit einem Gemisch aus Schadstoffen zu tun: Eine isolierte Betrachtung der einzelnen Komponenten ergibt kein realistisches Bild der tatsächlichen gesundheitlichen Auswirkungen.“
Die Leopoldina weist zudem darauf hin, dass Stickoxide nicht die gefährlichsten Schadstoffe sind: Feinstäube, vor allem die sogenannten ultrafeinen Partikel, die tief in die Lunge eindringen können, seien nach bisherigem Kenntnisstand viel schädlicher. Hier sei eine weitere Absenkung der Grenzwerte geboten. Von besonderer Wichtigkeit sei es, den Ausstoß von Treibhausgasen wie Kohlenstoffdioxid zu verringern. „Luftschadstoffe beeinträchtigen vor allem labile Patientengruppen, also Kinder, Ältere und chronisch kranke Menschen“, betont Professor Dr. med. Claus Vogelmeier, Vorsitzender der Deutschen Lungenstiftung. „Dies muss bei der Festlegung der Grenzwerte berücksichtigt werden.“

Quelle:
Saubere Luft. Stickoxide und Feinstaub in der Atemluft: Grundlagen und Empfehlungen
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Ad hoc Stellungnahme, April 2019
Online-Version:

Pressekontakt
Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V.
Lisa Ströhlein
Tel: 0711 8931-459

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