DGK-Präsident Prof. Böhm: Deutsches Herzforschungs-Zentrum unter Dach und Fach – Ausschreibung im Mai – Knapp 8000 aktive Besucher

Mannheim, Samstag 10. April 2010 – "Es wird das Deutsche Herzforschungszentrum geben. Ich kann endlich Vollzug melden", so DGK-Präsident Professor Dr. Michael Böhm (Homburg/Saar) auf der 76. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim. Das BMBF hat eine Förderung in der Höhe von bis zu 50 Millionen Euro pro Jahr zugesagt.

Die DGK hat in der Vergangenheit konsequent die Gründung dieses Zentrums gefordert – in Analogie zum Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und zum Demenzforschungszentrum in Bonn. Prof. Böhm: "Das von der DGK erarbeitete Konzept beinhaltet eine freie Themenausschreibung mit internationaler Begutachtung, und sieht eine Vernetzung von Grundlagenforschung und deren Übertragung in die klinische Anwendung ("translationale Forschung") vor. Damit steht auch der Patientennutzen dieser Einrichtung außer Frage, weil auch wichtige Beiträge zur Versorgung und Therapie zu erwarten sind."

Auf Wunsch der Politik wird die Verwaltung der Mittel zentral vom Max-Delbrück-Zentrum in Berlin, einer Helmholz-Einrichtung, erfolgen. Fünf bis acht Partnerinstitute an Universitäten sollen angeschlossen werden. Mittels Projektförderung können weitere Institute mit exzellenten Forschergruppen eingebunden werden. Der Ausschreibungstext wird im Mai 2010 bekannt gegeben.

Großer Teilnehmer-Andrang auf der 76. Jahrestagung der DGK – beeindruckende Leistungsschau der deutschen Herz-Medizin

Eines besonders großen Teilnehmer-Zuspruchs konnte sich die 76. Jahrestagung der DGK-Kongress in Mannheim erfreuen. "Wir hatten knapp 8.000 aktive Teilnehmer, das ist bisheriger Rekord", so Prof. Böhm. "Wir führen das unter anderem auf unsere verstärkten Bemühungen zur Pflege des medizinisch-wissenschaftlichen Nachwuchses zurück, den wir auch mit speziellen Stipendien für erfolgreiche Doktoranden und Ausschreibungen über die Dekanate der deutschen Universitäten unterstützen."

Die Jahrestagung bot auch dieses Mal zwischen Donnerstag und Samstag eine eindrucksvolle Leistungsschau der deutschen Kardiologie mit 1638 Vorträgen und weiteren 1456 Poster-Präsentationen in 20 Parallelsitzungen.

Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
Prof. Dr. Eckart Fleck, Pressesprecher
Christiane Limberg, Pressestelle
Tel.: 0211 / 600 692 – 61; E-Mail: limberg@dgk.org
Bettschart & Kofler Medien- und Kommunikationsberatung
Pressezentrum am Kongress: 0049-(0)621-41065005; mobil 0043-676-6356775

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 7000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.
(idw, 04/2010)

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