DGK-Kongress in Mannheim: Knapp 8000 aktive Besucher sind bisheriger Rekord

„Mit 1853 Vorträgen und Poster-Präsentationen konnten wir auf dem DGK-Kongress in Mannheim einen Überblick über die wesentlichen und aktuellsten Entwicklungen der modernen Kardiologie bieten. Mit knapp 8.000 aktiven Besuchern aus 25 Ländern lagen wir über den Kongressen der vergangenen Jahre.“ So bilanziert der nach zwei Jahren turnusmäßig aus seinem Amt scheidende DGK-Präsident Professor Dr. Michael Böhm (Homburg/Saar) die 77. Jahrestagung der DGK in Mannheim, die in diesem Jahr erstmals bereits am Mittwoch (27. April) begann und Samstagmittag (30. April) zu Ende geht. Motto war „Herzinsuffizienz und Regeneration“.

Verdoppelung der DGK-Mitglieder in zehn Jahren – Schwerpunkt Nachwuchsförderung

„Die DGK ist eine aktive und wachsende medizinische Fachgesellschaft, im vergangenen Jahrzehnt ist eine Verdoppelung unserer Mitglieder auf derzeit mehr als 7500 gelungen“, so Prof. Böhm. „Sehr erfreulich ist hier auch die Entwicklung der Altersstruktur unserer Mitglieder: Die Mehrheit ist zwischen 40 und 45 Jahre alt, der Anteil jüngerer Jahrgänge ist ungewöhnlich hoch. Das verpflichtet uns, entsprechend in den kardiologischen Nachwuchs zu investieren und für diese jüngeren Mitglieder mittels eines anspruchsvollen und praxisnahen Fortbildungsprogramms die Perspektiven weiter zu optimieren.“ Die Förderung des kardiologischen Nachwuchses umfasst auch Stipendien, Gratis-Kongresseinladungen und Förderpreise für besondere wissenschaftliche Leistungen. Das Jahresbudget für Stipendien beträgt derzeit 350.000 Euro.

Die DGK verleiht sowohl auf der Jahrestagung als auch auf der Herbsttagung Preise, die von der Gesellschaft selbst, von privaten Spendern und Stiftern sowie von Unternehmen finanziert werden. Das Volumen dieser Preisgelder liegt bei rund 50.000 Euro pro Jahr.

Deutsches Herzforschungszentrum soll Forschung weiter verbessern

Erfreuliche Neuigkeiten für die deutsche Herz-Kreislauf-Forschung, die bezüglich Publikationen und Zitationen weltweit nach den USA an zweiter Stelle steht: „Alle wesentlichen Entscheidungen für ein Deutsches Herzforschungszentrum, wie es die DGK seit einigen Jahren fordert, wurden inzwischen getroffen und das Projekt steht vor der Umsetzung. Das Deutsche Herzforschungszentrum soll in enger Verbindung mit den Universitäten und mit den bereits bestehenden exzellenten außeruniversitären Einrichtungen die effiziente Herz-Kreislaufforschung in Deutschland weiter verbessern“, sagt Prof. Böhm. Eine entsprechende Netzwerkbildung, die durch das BMBF gefördert wird, soll diese Forschungsaktivität – wie das auch in anderen Disziplinen geplant ist – unterstützen. Der Hamburger Pharmakologe Prof. Dr. Thomas Eschenhagen ist Sprecher dieses Verbundes.

Mit seiner auslaufenden Amtszeit übergibt DGK-Präsident Prof. Böhm sein Amt an seinen Nachfolger Prof. Dr. Georg Ertl (Uniklinik Würzburg). Auf der Mitgliederversammlung der DGK wurde gestern Prof. Dr. Christian Hamm (Kerckhoff-Klinik, Bad Nauheim) als Incoming-Präsident der DGK gewählt, er wird in zwei Jahren Prof. Ertl als Präsident nachfolgen.

Kontakt:
Pressestelle der DGK
Achenbachstraße 43
40237 Düsseldorf
Tel.: 0211 / 600692 – 51
Fax: 0211 / 600692 – 10
Prof. Dr. Eckart Fleck (Pressesprecher, Berlin)
E-Mail: fleck@dhzb.de
Christiane Limberg (Pressereferentin, Düsseldorf)
E-Mail: limberg@dgk.org

Vom 27.-30. April 2011 in Mannheim:
Kongress-Pressebüro: 0621 / 4106 – 5002
B & K Medien- und Kommunikationsberatung: 0621 / 4106 – 5005;
mobil 0043-676-6356775

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 7500 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.

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