DGIM mit neuem Vorstand: 1. DGIM-Präsidentin nach 130 Jahren

Die neue DGIM-Vorsitzende macht sich für die Interessen aller Internisten in Klinik und Praxis stark und will jungen Ärzten die Attraktivität des Faches Innere Medizin nahe bringen. Dabei gelte es insbesondere auch, den weiblichen Nachwuchs zu fördern, betont die Chefärztin und Klinikdirektorin der Klinik Innere Medizin IV an den HSK Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden: „Die Diskrepanz zwischen dem hohen Anteil weiblicher Medizinstudierender und der verschwindend geringen Zahl von Ärztinnen in Führungspositionen ist eklatant“, betont die Internistin. „Ich sehe es als eine der Aufgaben der Fachgesellschaft, Frauen auf ihrem Weg zur wissenschaftlichen oder klinischen Karriere nachhaltig zu unterstützen“, so Märker Hermann.

Elisabeth Märker-Hermann studierte von 1976 bis 1983 Humanmedizin in Mainz, wo sie 1984 auch promovierte. Ihre Facharztausbildung im Fach Innere Medizin absolvierte sie an den Universitäten Basel und Mainz. 1992 erhielt sie ihre Facharztanerkennung. Mit einer Arbeit über die „Immunpathogenese der reaktiven Arthritis und des Morbus Bechterew/Spondylitis ankylosans“ habilitierte sie sich 1993 an der Universität Mainz. Dort war sie fortan auch in der Lehre und als Oberärztin an der Medizinischen Klinik und Poliklinik tätig. Zwischenzeitlich lehrte sie als Visiting Professor an der Harvard Medical School in Boston, USA. Im Jahr 2002 folgte die Berufung in die Klinikdirektion in Wiesbaden. Zu den klinischen Forschungsschwerpunkten von Professor Märker-Hermann zählen rheumatische Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen, insbesondere Morbus Bechterew, Lupus erythematodes und Vaskulitiden. Ein Ziel ihrer Forschung ist die Entwicklung neuer Immunsuppressiva.

Als Vorsitzende der DGIM gestaltet Elisabeth Märker-Hermann das Programm der 119. Jahrestagung der DGIM im April 2013. Das Kongress-Leitthema „Innere Medizin – vom Organ zum System“ spiegelt den Schwerpunkt der Kongresspräsidentin wider: die Rheumatologie und klinische Immunologie mit Betonung der entzündlichen Systemerkrankungen. Die von Märker-Hermann gewählten Hauptthemen „Systemische Entzündung und Immunität“, „Versorgungsforschung“, „Morbidität und Komorbidität“ , „rationelle Diagnostik“, „minimal-invasive Therapie“, „Telemedizin“ und „Der chronisch Kranke und sein Arzt“ folgen dem Leitthema und stellen den wissenschaftlichen Fortschritt in der Inneren Medizin zusammenfassend dar.

Dem aktuellen DGIM-Vorstand 2012/2013 gehören neben Professor Märker-Hermann auch Professor Dr. med. Joachim Mössner als 1. stellvertretender Vorsitzender an. Weiterhin übernimmt Professor Dr. med. Michael Manns, Hannover, das Amt des 2. stellvertretenden Vorsitzenden. Professor Dr. med. Michael Hallek, Köln, wurde zum 3. stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Generalsekretär der DGIM bleibt Professor Dr. med. Ulrich R. Fölsch, Kiel. Die Kassenführung bleibt unverändert bei Professor Dr. med. Richard Raedsch, Wiesbaden. Die Geschäftsführung der DGIM liegt bei Rechtsanwalt Maximilian Guido Broglie, ebenfalls Wiesbaden.

Bei Veröffentlichung Beleg erbeten.

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