DGIIN: Internistische Intensiv- und Notfallmediziner tagen in Köln

„In den vergangenen 50 Jahren hat sich die internistische Intensiv- und Notfallmedizin extrem gewandelt. Große medizinische Fortschritte ermöglichen es, schwerkranke Patienten erfolgreich zu behandeln“, sagt Professor Dr. med. Michael Buerke, Tagungspräsident der gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) und der Österreichischen Gesellschaft für Internistische und Allgemeine Intensivmedizin und Notfallmedizin (ÖGIAIN). Auch die Jahrestagung habe sich mehr und mehr von einer reinen wissenschaftlichen Tagung zu einer intensivmedizinischen Veranstaltung für Ärzte, nichtärztliches Personal und Studenten entwickelt. „Dies ist von großer Bedeutung, da es für den Therapieerfolg gerade in der Intensiv- und Notfallmedizin auf das gemeinsame hohe Engagement des pflegenden und ärztlichen Personals ankommt“, so Buerke weiter, der Chefarzt an der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin am St. Marienkrankenhaus Siegen ist. Ein Schwerpunkt der Jahrestagung ist daher neben den intensivmedizinischen Themen, der Notfall- und Rettungsmedizin sowie dem Krankenhausmanagement auch die Intensivpflege.

Die Mehrzahl der akut schwer erkrankten Patienten, die über die Notaufnahmen stationär aufgenommen werden oder sogar als Notfall auf einer Intensivstation landen, zeigen internistische Krankheitsbilder. Hinzu kommt, dass die Anzahl von geriatrischen, multimorbiden und schwer chronisch kranken Patienten aufgrund des demographischen Wandels stetig zunimmt. Bereits heute liegt der Anteil der über 80-jährigen Patienten bei zehn bis 20 Prozent aller Intensivaufnahmen. „Diese Patienten brauchen eine qualitativ hochwertige internistische intensiv- und notfallmedizinische Versorgung, die breit auf Erkrankungen aller lebenswichtigen Organsysteme ausgerichtet ist“, sagt Professor Dr. med. Reimer Riessen, Präsident der DGIIN und Leiter der Internistischen Intensivstation des Universitätsklinikums Tübingen anlässlich der bevorstehenden Tagung. „Vor diesem Hintergrund ist es unerlässlich, die internistische Intensiv- und Notfallmedizin innerhalb der interdisziplinären Zusammenarbeit zu stärken. Denn die internistischen Intensiv- und Notfallmediziner haben bei multimorbiden Patienten eine ganzheitliche Perspektive auf die verschiedenen Krankheitsbilder – sei es bei Sepsis, Herzinfarkt, Schlaganfall, Lungen- oder Nierenversagen, Herz-Kreislauf-Wiederbelebung oder Herzinsuffizienz.“

Was es braucht, um die Intensivstationen und Notaufnahmen zukunftssicher zu machen, erläutert Professor Riessen auf einer Pressekonferenz am 13. Juni 2018 zwischen 11.30 und 12.30 Uhr in Köln. Weitere Themen der Pressekonferenz sind die Intensivmedizin als High-Tech-Medizin mit Organersatzverfahren und, welche Chancen aber auch Risiken sich daraus ergeben. Als ein anderer Aspekt wird die Ethik in der Intensivmedizin beleuchtet. Hier werden Experten erklären, welche ethischen Grenzen es gibt, wie viel Therapie die Patienten brauchen und warum sich Intensiv- und Notfallmediziner auch als Anwälte der Patienten sehen.

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Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin
Termin: Mittwoch, 13. Juni 2018, 11.30 bis 12.30 Uhr
Ort: Dorint Hotel am Heumarkt Köln, Raum Sandkaul (im Erdgeschoss)
Anschrift: Pipinstraße 1, 50667 Köln

Vorläufiges Programm/Referenten

Internistische Intensiv- und Notfallmedizin: Grenzen überwinden
Highlights der Jahrestagung der DGIIN
Professor Dr. med. Michael Buerke, Tagungspräsident der gemeinsamen Jahrestagung der DGIIN und ÖGIAIN, Chefarzt an der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin am St. Marienkrankenhaus Siegen

Für eine zukunftssichere Intensiv- und Notfallmedizinische Versorgung: Aktuelle Forderungen an die Gesundheitspolitik
Professor Dr. med. Reimer Riessen, Präsident der DGIIN, Leiter der Internistischen Intensivstation des Universitätsklinikums Tübingen

Wie viel Intensivmedizin brauchen Patienten: Zwischen Lebensperspektive und Therapiebegrenzung – Intensivmediziner als Anwälte der Patienten
Professor Dr. med. Uwe Janssens, Generalsekretär der DGIIN, Chefarzt an der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital Eschweiler

Wie lassen sich Versorgungsengpässe vermeiden, die durch den Intensivpflegemangel entstehen?
Professor Dr. med. Christian Karagiannidis, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der DGIIN, leitender Oberarzt an der Lungenklinik Köln-Merheim der Kliniken der Stadt Köln

High-Tech Intensivmedizin mit Organersatzverfahren – Chancen und Risiken
Professor Dr. med. Stefan John, Präsident elect der DGIIN, Leiter des Funktionsbereiches Intensivmedizin sowie Leiter des Arbeitskreises Intensivmedizin der Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, Nürnberg

Moderation: Dr. Adelheid Liebendörfer, Pressestelle DGIIN, Stuttgart

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Terminhinweis:

50. Jahrestagung der DGIIN und ÖGIAIN
Termin: 13. bis 15. Juni 2018
Ort: Gürzenich Köln
Anschrift: Martinstraße 29-37, 50667 Köln
http://2018.dgiin.de/start.html

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Ihr Kontakt für Rückfragen:
Sabrina Hartmann/Heinke Schöffmann
Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin
Postfach 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-649, Fax: 0711 8931-167
hartmann@medizinkommunikation.org
schoeffmann@medizinkommunikation.org
http://www.dgiin.de/start.html
http://2018.dgiin.de/start.html
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