DGfN zeichnet Innovationen zur Apherese aus und fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs

Apherese-Innovationspreis
Der Apherese-Innovationspreis 2013 geht an Dr. Gerhard Pütz aus Freiburg. Er entwickelte das CARL-Prinzip mit, nach dem überschüssige Liposomen und die Wirkstoffe einer Chemotherapie nach der Tumorbehandlung wieder aus dem Blut entfernt werden. Damit werden die Schäden der Chemotherapie an gesunden Geweben verringert. Derzeit arbeitet er an einer Fortführung der CARL-Studie, an mehreren Projekten zum liposomalen Wirkstofftransport und an einer aktuellen Studie zum Einsatz von Apherese bei präeklamptischen Patientinnen.

Stipendien der DGfN
Zwei Stipendien der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie in Zusammenarbeit mit der Deutschen Nierenstiftung werden in diesem Jahr an Dr. Philipp Enghard aus Berlin und PD Dr. Stefan Reuter aus Münster verliehen. Für Dr. Enghard standen bisher die intrarenale Enzündungsreaktion und vor allem die renal infiltrierenden T-Zellen im Fokus seiner wissenschaftlichen Arbeit. Zum weiteren Verständnis der lokalen T-Zell-Infiltration fehlt bis dato eine Vorstellung über die (Auto-) Antigenspezifität der Zellen, was in einem weiteren aktuellen Projekt erforscht werden soll.
Dr. Reuter befasste sich in seinen bisherigen Arbeiten aufbauend auf pathophysiologische Arbeiten schwerpunktmäßig mit den Möglichkeiten der Bild-basierten, nicht-invasiven Diagnostik der Rejektion. Ziele sind die nicht-invasive Diagnose der akuten Rejektion, Evaluation der Graftprognose und Messung der Transplantatfunktion.

Walter-Hörl-Stipendium
Das diesjährige Walter-Hörl-Stipendium der Deutschen Nierenstiftung erhält Dr. Jan-Eric Turner aus Hamburg, der sich mit immunologischen Fragestellungen im Bereich der Nephrologie beschäftigt. In dem aktuell geförderten Projekt soll die Funktion einer neu identifizierten Immunzellpopulation, den „Innate lymphoid cells“, in zwei Mausmodellen der Glomerulonephritis näher untersucht werden. Weiterhin soll im Rahmen eines translationalen Ansatzes erstmals die durchflusszytometrische Analyse von Immunzellpopulationen aus Nierenbiopsaten von Patienten mit Glomerulonephritis etabliert werden.

Fritz-Scheler-Stipendium
An Dr. Markus Rinschen aus Köln und seine Forschungsarbeit zum Thema „Analyse von V2-Rezeptorabhängigen Signalwegen bei der polyzystischen Nierenerkrankung“ wird in diesem Jahr das Fritz-Scheler-Stipendium der KfH-Stiftung Präventionsmedizin und der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie in Zusammenarbeit mit der Deutschen Nierenstiftung vergeben. Damit werden Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet und unterstützt, die mit ihren Forschungsprojekten einen besonderen Beitrag zur präventiv-medizinischen Versorgung im Bereich der Nephrologie leisten.

Scroll to Top