DGCH: Erforschung kleinster Zellstrukturen macht Rekonstruktion von lebensfähigem Gewebe möglich

Schon heute werden erfolgreich Bioimplantate in der Chirurgie verwendet. Sie ersetzen oder verbessern Körperfunktionen oder füllen fehlendes Gewebe aus. Dazu gehören beispielsweise Nanoteilchen in der Beschichtung von Implantaten, die Infektionen verhindern sollen. Auch das „Tissue Engineering“, die Herstellung von künstlichem und lebensfähigem Ersatzgewebe, hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Grundlage dafür ist die Erforschung kleinster Zellstrukturen, um diese dann möglichst exakt nachzubilden oder ihre Funktionen sogar zu verbessern.

Auf dem diesjährigen Chirurgenkongress werden Experten in zwei Veranstaltungen über biotechnologische Perspektiven in der Chirurgie informieren. Am 6. Mai 2011 in einem „Late-Breaking-News“-Symposium stellt der Sonderforschungsbereich Transregio 37 neueste Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Nanomedizin vor. Der SFB/Transregio 37 ist ein im Jahr 2007 ins Leben gerufener interdisziplinärer Forschungsverbund der Standorte Rostock, Hannover und Aachen. Forscher an insgesamt fünf Universitäten und dem Laserzentrum Hannover arbeiten daran, durch Etablierung nano- und mikroskaliger Systeme biologische Funktionen des Gesamtorganismus wiederherzustellen.

„Gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Verwendung von Bioimplantaten in der Chirurgie freut es mich sehr, dass darüber hinaus erstmals parallel zum jährlichen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) ein gemeinsamer Workshop der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) und der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik zum Thema Bioimplantate stattfindet“, betont Professor Dr. med. Axel Haverich, DGCH-Präsident, Hannover. „Diese unmittelbare Nähe gibt uns als DGCH die Möglichkeit über den aktuellen Stand von Bioimplantaten in der Forschung und deren Einsatz in der Krankenversorgung in Deutschland zu informieren. Es ist Ziel der DGCH, die politischen Rahmenbedingungen dieser wichtigen, zukunftsweisenden chirurgischen Forschung zu verbessern.“ Der ganztägige Workshop findet am 3. Mai 2011 auf dem Kongressgelände des ICM München statt.

Kongresspräsident Professor Haverich wird über diese und weitere Schwerpunktthemen des diesjährigen Chirurgenkongresses bei der Vorab-Pressekonferenz am 2. Mai 2011 in München informieren.

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Terminhinweise:
+Vorab-Pressekonferenz
Highlights des 128. Chirurgenkongresses
Montag, 2. Mai 2011, 11.30-12.30 Uhr
Raum Montgelassaal, Bayerischer Hof, Promenadeplatz 2-6, München
mit
• Prof. Dr. Axel Haverich, DGCH-Präsident, Hannover
• Prof. Dr. Hartwig Bauer, Generalsekretär der DGCH, Berlin
• Prof. Dr. Markus W. Büchler, DGAV-Präsident, Heidelberg
• Prof. Dr. Reiner Gradinger, München

+128. Chirurgenkongress, 3. bis 6. Mai 2011, ICM München
www.chirurgie2011.de

+Workshop von acatech und DGBMT
Bioengineering – biologische, biologisierte und biofunktionalisierte Implantate
Dienstag, 3. Mai 2011, 10.30 bis 17.00 Uhr
Ort: ICM München

+Late Breaking News-Symposium
Transregio SFB 037: Micro- und Nanosystem im Tissue Engineering
Freitag, 6. Mai 2011, 12.00 bis 13.00 Uhr
Ort: Saal 3, ICM München

Kontakt für Journalisten:
Beate Schweizer, Christine Schoner
Pressestelle DGCH, Pf 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-295 /-573, Fax: 0711 8931-167
E-Mail: Schweizer@medizinkommunikation.org, schoner@medizinkommunikation.org
www.chirurgie2011.de
www.dgch.de

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