DFG Förderung für Akkommodationsforschung

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt zur Erforschung der Akkommodation, also die Fähigkeit des Auges sich auf unterschiedliche Sehentfernungen einzustellen, an der Klinik für Augenheilkunde des Klinikums der J.W. Goethe-Universität. Seit Februar 2010 werden erweiterte Studien zur Physiologie der Akkommodation des Auges durchgeführt. Die Erforschung der Alterssichtigkeit und eine Evaluierung von operativen Verfahren zur Wiederherstellung der Akkommodationsfähigkeit im presbyopen Auge sind ebenfalls zentraler Bestandteil der Arbeit. Das Projekt ist zunächst über 3 Jahre angelegt und wird von der DFG seit März mit einer Stelle für einen wissenschaftlichen Mitarbeiter unterstützt. Die bereits bestehenden Labore für physiologische Optik der Augenklinik wurden im letzten Monat für das Projekt um drei Räume erweitert. Außerdem dürfen sich die Projektleiter Prof. Dr. Thomas Kohnen, stellvertretender Direktor und leitender Oberarzt der Klinik für Augenheilkunde und Priv.-Doz. Dr. Dr. Martin Baumeister, Oberarzt der Klinik für Augenheilkunde, über neue technische Geräte freuen, die ebenfalls von der DFG gefördert wurden.

Die Akkommodation ist von entscheidender Bedeutung für die Lebensqualität des Menschen, lässt ab dem 45. Lebensjahr jedoch signifikant nach. Um dennoch eine entsprechende Nahsehfähigkeit zu erreichen, muss auf Hilfsmittel wie Lese- oder Gleitsichtbrillen zurückgegriffen werden. Das Problem der nachlassenden Akkommodationsfähigkeit (Presbyopie oder Alterssichtigkeit) ist dabei von großer volkswirtschaftlicher und gesundheitspolitischer Bedeutung, da ausnahmslos jeder Mensch davon betroffen ist, der das entsprechende Alter erreicht. Laut statistischem Bundesamt werden bereits 2020 54 Prozent der Bevölkerung der Bundesrepublik, also 43,1 Millionen Menschen, 45 Jahre oder älter sein.

Im Rahmen der Presbyopieforschung gibt es bislang noch viele Unklarheiten bezüglich der Funktionsweisen und Klassifikation der akkommodativen Vorgänge. Zwar werden heute schon als akkommodativ bezeichnete künstliche Augenlinsen implantiert, ein signifikanter Wirknachweis der akkommodativen Fähigkeiten steht jedoch noch aus.

Frankfurt am Main, 17. November 2010

Über das Klinikum der J.W. Goethe-Universität
Das Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main, gegründet im Jahr 1914, zählt zu den führenden Hochschulkliniken Deutschlands. Es bietet seinen Patientinnen und Patienten eine bestmögliche medizinische Versorgung in 25 Fachkliniken. Der enge Bezug zur Wissenschaft – Klinikum und Fachbereich Medizin betreiben zusammen 25 Forschungsinstitute – sichert den Patientinnen und Patienten eine zeitnahe Umsetzung neuer Erkenntnisse in die therapeutische Praxis. 1.169 Betten stehen zur Verfügung. Zahlreiche Institute widmen sich medizinisch-wissenschaftlichen Spezialleistungen. Jährlich werden 47.200 stationäre und 220.000 ambulante Patienten betreut. Besondere interdisziplinäre Kompetenz besitzt das Universitätsklinikum unter anderem auf den Gebieten der Neurowissenschaften, Onkologie und kardiovaskulären Medizin. Auch als Standort für Organ- und Knochenmarktransplantationen, Dialyse sowie der Herzchirurgie nimmt es besondere Aufgaben der überregionalen medizinischen Versorgung wahr. Neben der Herzchirurgie besteht beim Versorgungsauftrag nach dem Hessischen Krankenhausgesetz auch in der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, der Dermatologie und der Kinder- und Jugendpsychiatrie ein Alleinstellungsmerkmal für die Region Frankfurt-Offenbach. 4.055 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich rund um die Uhr um die Patientinnen und Patienten. Weitere Informationen über das Klinikum der J.W. Goethe-Universität finden Sie unter http://www.kgu.de.

Für weitere Informationen:

Prof. Dr. Thomas Kohnen
Klinik für Augenheilkunde
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fon: (069) 63 01 – 3945
Fax: (069) 63 01 – 3893
E-Mail: kohnen@em.uni-frankfurt.de

Ricarda Wessinghage
Recht/Öffentlichkeitsarbeit/Presse
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
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