DFG fördert weitere HIV-Forschung: Botenstoff Interferon-alpha verstehen

Die angeborene Immunantwort spielt eine größere Rolle bei der Abwehr von HIV, als bisher angenommen. Bei einer HIV-Übertragung werden über 99 Prozent der Viren abgewehrt. Die Infektion wird am Ende von einzelnen Viren ausgelöst, welche sich am Immunsystem „vorbeimogeln“ können.

Das Interferon-alpha übernimmt bei der körpereigenen Abwehr eine besondere Rolle. Nach einem Kontakt mit HIV schütten Wirtzellen diesen stark anti-viral wirkenden Botenstoff aus. In der Forschung wurde aber bislang weitestgehend ignoriert, dass es nicht nur ein Interferon-alpha-Protein gibt, sondern beim Menschen insgesamt 12 verschiedene Subtypen existieren, die nicht gänzlich erforscht sind.

Ihre Wirkmechanismen wollen die Virologen PD Dr. Kathrin Sutter und Prof. Dr. Ulf Dittmer jetzt aufklären. Die beiden Wissenschaftler kooperieren dabei eng mit ihrer Bochumer Kollegin Prof Dr. Barbara Sitek vom Proteomcenter. Ziel ist es, eine neue Nachweismethode für Interferon-alpha Subtypen zu etablieren und neue Möglichkeiten für die HIV-Therapie und die -Impfstoffentwicklung zu eröffnen.

Das UDE-Projekt „Regulierung der Induktion von IFN-alpha Subtypen während einer HIV Infektion“ ist Teil des DFG-Schwerpunktprogramms: „Innate Sensing and Restriction of Retroviruses” (SPP 1923). Dies wird von der Universität Heidelberg geleitet.

Redaktion: Christine Harrell, Tel. 0201/723-1615, christine.harrell@uni-due.de

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
PD. Dr. Kathrin Sutter, Tel. 0201/723-83250, kathrin.sutter@uni-due.de

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