DFG-Bewilligung: Universität Hamburg mit zwei neuen Sonderforschungsbereichen erfolgreich

Im TRR 169 werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fachbereiche Informatik und Psychologie der Universität Hamburg sowie der Neurowissenschaften des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) mit Kolleginnen und Kollegen der Tsinghua University, der Chinese Academy of Sciences, der Beijing Normal University und der Peking University zusammenarbeiten. An der Universität Hamburg wird das Projekt von Prof. Dr. Jianwei Zhang (Sprecher) und Prof. Dr. Stefan Wermter (Co-Sprecher) aus dem Fachbereich Informatik geleitet, von UKE-Seite gehört Prof. Dr. Andreas K. Engel zum Vorstand.

Ziel des auf bis zu 12 Jahre angelegten Vorhabens ist es, Prinzipien des crossmodalen Lernens zu erforschen und in kognitiven Roboter-Systemen zu realisieren. Die Erforschung der Prinzipien der crossmodalen Interaktion verschiedener sensorischer Modalitäten – z. B. Sehen, Hören und Tasten – soll helfen, die Kommunikation und Kooperation von Mensch und Computer besser zu verstehen. Der TRR 169 umfasst 16 wissenschaftliche Projekte, die gemeinsam von deutschen und chinesischen Wissenschaftlern geleitet werden; sieben davon aus dem UKE. Das Gesamtvolumen der Finanzierung beträgt rund 11,6 Millionen Euro. Davon entfallen zirka 8,2 Millionen Euro auf die Universität und 3,4 Millionen Euro auf das UKE.

Im SFB 1192 werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des UKE sich mit entzündlichen Nierenerkrankungen befassen. Ziel ist es, mehr über Entstehung und Fortschreiten der Erkrankung zu erfahren sowie die Entwicklung neuer Therapien auf den Weg zu bringen. Das Projekt wird zunächst für vier Jahre mit insgesamt 9,6 Millionen Euro gefördert.

Der Präsident der Universität Hamburg, Prof. Dr. Dieter Lenzen: „Ich gratuliere Herrn Zhang, Herrn Wermter und Herrn Engel zu diesem großartigen Erfolg. Die außergewöhnliche Bestätigung des Forschungsgebietes Cross-Modal Learning verdeutlicht in besonderer Weise, wie breit die Universität Hamburg international wissenschaftlich aufgestellt ist und stärkt die Verbindung zu unseren chinesischen Partnern. Herrn Stahl gratuliere ich zur Bewilligung eines Sonderforschungsbereiches am UKE, der mit seiner Arbeit zu einer der häufigsten Ursachen in Mitteleuropa für Niereninsuffizienz die Exzellenz der medizinischen Forschung am Standort Hamburg erneut unterstreicht.“

Transregio-Sonderforschungsbereiche sind eine neuere Variante der klassischen Sonderforschungsbereiche (SFB). Sie werden in der Regel von mehreren deutschen Hochschulen gemeinsam beantragt und ermöglichen eine Vernetzung und gemeinsame Nutzung der Ressourcen. Die Universität Hamburg erhält mit der heutigen DFG-Entscheidung einen der wenigen internationalen Transregio-Sonderforschungsbereiche. An der Universität Hamburg bestehen zurzeit sechs SFB, an weiteren vier SFB ist die Universität Hamburg beteiligt.

Für Rückfragen:

Zum TRR 169: Cross-modal Learning: Adaptivity, Prediction and Interaction

Prof. Dr. Jianwei Zhang
Universität Hamburg
Fachbereich Informatik, Arbeitsbereich Technical Aspects of Multimodal Systems
Tel.: 040 42883-2431
E-Mail:

Prof. Dr. Stefan Wermter
Universität Hamburg
Fachbereich Informatik, Arbeitsbereich Knowledge Technology
Tel.: 040 42883-2434
E-Mail:

Prof. Dr. Andreas K. Engel
Institut für Neurophysiologie und Pathophysiologie
Tel.: 040 7410-56171
E-Mail:

Zum SFB 1192: Immunvermittelte glomeruläre Erkrankungen – Grundlagen und klinische Auswirkungen

Prof. Dr. Ulf Panzer
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
III. Medizinische Klinik
Tel.: 040 7410-50062
E-Mail:

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