Deutscher Pavillon auf der Photonica 2011 in Moskau

Auf der 6. Fachmesse für Laser, Optik und Optoelektronik boten 149 Aussteller, darunter 46 internationale Teilnehmer aus zwölf Ländern, vom 18.04. bis 21.04.2011 auf einer Ausstellungsfläche von 5.860 qm ein breites Spektrum aus dem Bereich der Optischen Technologien. Dabei bildete der Deutsche Pavillon auf dem Messegelände Expocentre in Moskau mit gelungener Architektur und in leuchtendem Hellgrün einen zentralen Anlaufpunkt. Er überzeugte überdies durch die 12 deutschen Mitaussteller und deren guter Stimmung.

Bereits 2009 war der OptecNet Deutschland e.V. mit einem Gemeinschaftsstand und 11 Ausstellern in der russischen Metropole vertreten. Die dieses Jahr erstmalig verwirklichte offizielle Deutsche Beteiligung organisierte der Industrieverband Spectaris gemeinsam mit OptecNet Deutschland sowie dem Internationalen Messe- und Ausstellungsdienst München (IMAG) – unterstützt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Ihre Innovationen präsentierten dort:

Baublys-Control Laser GmbH, Ludwigsburg; Bte Bedampfungstechnik GmbH, Elsoff; Cambridge Technology Europe; CODIXX AG, Barleben; Excel Technology GmbH, Planegg; Fraunhofer-Institut IPT, Aachen; Hellma Materials GmbH & Co. KG, Jena; OptoTech Optikmaschinen GmbH, Wettenberg; Qioptiq Photonics GmbH & Co. KG, Göttingen; TOPTICA Photonics AG, Gräfelfing; TRIOPTICS GmbH, Wedel; WISTA MANAGEMENT GmbH, Berlin.

Nach Angaben der Messeleitung kamen in diesem Jahr 8.810 Fachbesucher nach Moskau, davon circa 4 % aus dem Ausland. Im Vergleich zum Vorjahr kletterten die Besucherzahlen damit um 17 % in die Höhe. Angesichts dieses Zuwachses wird für 2012 auch ein Ausbau des begleitenden Seminarangebots mitsamt wissenschaftlichen Beiträgen angestrebt.

Laut Eurostat war Deutschland in den ersten neun Monaten des Jahres 2010 mit Abstand der größte Exporteur nach Russland unter den EU27 Mitgliedstaaten (18,8 Mrd. Euro bzw. 31 % der EU-Ausfuhren). Auch im Bereich Photonik wurde das Exportgeschäft deutlich belebt mit einer Steigerung um 21 %. Anzusiedeln sind die Hauptwirkungsstätten der russischen Photonikindustrie im Wesentlichen an vier Standorten, erläutert Prof. Ivan Kovsh, Präsident der Laser Association: nämlich in Moskau (circa 40 %), St. Petersburg (circa 15 %), Novosibirsk (circa 10 %) sowie der Wolga-Region (circa 7 %). Etwa 200 Unternehmen seien derzeit in den Bereichen Optik und Laser in Russland tätig. In der Forschung werde besonders auf die Faseroptik, die nicht-lineare sowie die diffraktive Optik gesetzt. Das Marktvolumen für den russischen Lasermarkt beziffert Kovsh mit 200 Mio. Dollar pro Jahr; den Umsatz für das weite Feld der Photonik schätzt er auf etwa 330 Mio. Dollar pro Jahr. Mit einem vierfach höheren Umsatz rechnet der Photonik-Experte sowie Initiator der russischen Technologieplattform für Optische Technologien in fünf Jahren.

Die branchenübergreifend ausgerichtete Ausstellung bot gute Chancen, zu einem frühen Zeitpunkt in den noch lange nicht erschlossenen russischen Photonik-Markt einzusteigen. Für die deutschen Mitaussteller gab es unterschiedliche Beweggründe an der Messe teilzunehmen: Die einen suchten einen Vertriebspartner, die anderen wollten Präsenz zeigen und einen entscheidenden ersten Schritt in den russischen Markt machen. Die Mehrheit der Aussteller war mit dem Verlauf der Messe sehr zufrieden.

Die bedeutendste Messe im Bereich Optische Technologien in der Russischen Förderation wurde von russischer Seite vom Expocentre und der Laser Association organisiert, von deutscher Seite richteten der Internationale Messe- und Ausstellungsdienst München sowie die Laser World of Photonics München die Photonica aus. Unterstützt wurde die Fachmesse vom russischen Ministerium für Industrie und Handel, der European Optical Society (EOS) und dem VDI Technologiezentrum.

OptecNet Deutschland e.V. ist der Zusammenschluss der neun regionalen Kompetenznetze Optische Technologien HansePhotonik, OpTecBB, PhotonicNet, OpTech-Net, PhotonAix, OptoNet, Optence, Photonics BW sowie bayern photonics und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Kompetenznetze vereinen bundesweit rund 500 Mitglieder aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Beratung und Finanzen. Das gemeinsame Ziel ist die nachhaltige Weiterentwicklung der Optischen Technologien in Deutschland.

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